Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

UN Global Compact

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Während des Weltwirtschaftsgipfels in Davos wurde am 31. Januar 1999 durch den damaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, das zukunftsweisende Projekt „UN Global Compact“ vorgestellt.

Die Initiative sieht eine freiwillige Verpflichtung von Wirtschaftsunternehmen vor, sich hinsichtlich der Themenfelder Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung zu engagieren und dies in einer entsprechenden Erklärung auch öffentlich zu dokumentieren.

Als Kernprojekt wurde eine werteorientierte Lernplattform geschaffen. Mittlerweile beteiligen sich weltweit mehr als 7700 Unternehmen an dem Projekt, allein 170 davon in Deutschland. Verstärkt sind mittlerweile auch nicht-profitorientierte öffentliche Institutionen und Organisationen unter den Mitgliedern zu finden, darunter rund 350 Hochschulen.

Auf Initiative des Koordinators, Prof. Dr. Rolf Nagel, gehört seit dem Wintersemester 2010/11 auch die Hochschule Düsseldorf dazu. Vertreterinnen und Vertreter aller Fachbereiche bilden die Arbeitsgruppe zur Umsetzung des Global Compact, die sich am 24. September 2010 zu einer ersten konstituierenden Sitzung zusammenfand. Damit positioniert sich die HSD als Hochschule, die sich den aktuellen weltweiten sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen stellt und ihren Beitrag zum Umbau für eine globale nachhaltige Welt – sowohl in wirtschaftlicher wie in gesellschaftlicher Hinsicht – in ihrem Einflussbereich leistet.

Die HSD ist die erste Hochschule in Nordrhein-Westfalen und bundesweit die erste Fachhochschule, die sich mit allen Fachbereichen engagiert. Durch die Beitrittserklärung bekennt sich die Hochschule zu den zehn durch UN Global Compact formulierten Prinzipien und verpflichtet sich, diese aktiv im Arbeits- und Studienalltag umzusetzen. Dazu gehören einerseits eine an den Grundsätzen orientierte Beschaffungspolitik und personalpolitische Maßnahmen. Andererseits bietet die Teilnahme der Hochschule auch den Rahmen für fachbereichsübergreifendes Lehren und Forschen entsprechend jährlich wechselnder Schwerpunktthemen des UN Global Compact.

Weitere Informationen erhalten Interessierte auf der Internetseite von UN Global Compact sowie auf der Seite des deutschen Global Compact Netzwerks.


Jahresbericht 2016
Jahresbericht 2015


Ziele und Maßnahmen 

Die Hochschule hat sich mit Blick auf die allgemeinen durch UN Global Compact formulierten Prinzipien eine Reihe von Zielen gesteckt, die sich auf die vier übergeordneten Bereiche Lehre, Forschung, Verwaltung und Gesellschaft fokussieren und durch die im Folgenden erläuterten Maßnahmen erreicht werden sollen.

1. Lehre

Ziele
Die von UN Global Compact formulierten Prinzipien sollen langfristig und nachhaltig, insbesondere auch vor dem Hintergrund der Reakkreditierungen, in die Lehrinhalte der unterschiedlichen Studiengänge der Hochschule integriert werden. Hierdurch werden seitens der spezifisch auf die Prinzipien abgestimmten Lehrinhalte die Hochschule im Allgemeinen und deren Lehrkräfte im Besonderen eine Vorbildfunktion für junge Menschen wahrnehmen. Die Hochschule trägt somit als Multiplikatorin aktiv zur Verbreitung der Prinzipien bei. Darüber hinaus soll eine Plattform für interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Lehrveranstaltungen geschaffen werden, wodurch die Erfahrungshorizonte der Studierenden, aber auch der Lehrenden über die in den jeweiligen Studiengängen behandelten Themen hinaus erweitert werden.

Maßnahmen
Um die für die Lehre an der HSD formulierten Ziele zu erreichen, wird zunächst ein interdisziplinärer Arbeitskreis eingerichtet, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern aller Fachbereiche sowie aus der Verwaltung der Hochschule und der Studierendenschaft zusammensetzt. Unterstützend werden hierzu in den nächsten Monaten Informationsveranstaltungen für die jeweiligen Zielgruppen veranstaltet, während derer die Ziele und Prinzipien von UN Global Compact eingehend definiert und erläutert werden.

 

2. Forschung

Ziele
Es soll eine gemeinsame Plattform für Forschungsprojekte geschaffen werden, in der interdisziplinäre Projekte zu aktuellen gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Themen fachbereichsübergreifend behandelt werden.

Maßnahmen
Um die Themenfelder von UN Global Compact langfristig nicht nur in der Hochschule zu verankern, sondern auch Forschungspartner aus Industrie und Wirtschaft mit einzubinden, sollen gezielt Forschungskooperationen mit externen Mitgliedern des Netzwerks aufgebaut werden. Darüber hinaus werden die jährlichen Schwerpunktthemen des deutschen Global Compact Netzwerks durch die Hochschule gezielt an die breite Öffentlichkeit in Stadt und Region kommuniziert.

 

3. Interne Stakeholder – Verwaltung

Ziele
Die Prinzipien von UN Global Compact sollen bei den internen Maßnahmen der Verwaltungsbereiche berücksichtigt werden.

Maßnahmen
Neben der Schaffung eines interdisziplinären Arbeitskreises, dem auch Mitarbeiter/innen der Verwaltung angehören, sollen diese als Multiplikatoren fungieren, die in Informationsveranstaltungen für die Verwaltungsbereiche der HSD und für die Studierenden die Ziele von UN Global Compact einem weiten Kreis nahe bringen.
Die Prinzipien sollen hierdurch fest in die unterschiedlichen Richtlinien der HSD, beispielsweise in den Bereichen Haushalt, Beschaffung, Personalentwicklung, Personalbeschaffung integriert werden und die entsprechenden Maßnahmen auch allen Mitarbeiter/innen öffentlich zugänglich gemacht werden.

 

4. Externe Stakeholder – Gesellschaft

Ziele
Mit dem Engagement für UN Global Compact will die HSD einen wichtigen Beitrag zum Umbau der Gesellschaft hinsichtlich der Schaffung einer nachhaltigen Welt – Wirtschaft und Gesellschaft – leisten. Die hierzu durchgeführten Maßnahmen sollen dabei vor allem bei den verschiedenen Stakeholdern publik gemacht werden und langfristig um so mehr Verbände, Organisationen und Unternehmen zum Beitritt zu UN Global Compact bewegen. Auch hierdurch betätigt sich die HSD als ein Vorreiter und nimmt eine Vorbildfunktion gerade auch für junge Menschen wahr.

Maßnahmen
Um eine breite Öffentlichkeit für die getroffenen Maßnahmen zu sensibilisieren und diese bekannt zu machen, werden die Themen von UN Global Compact in die hochschulweite öffentliche Vortragsreihe „Horizonte erleben“ einbezogen. Dies soll in Form von Vorträgen und kombinierten Diskussionsrunden als Möglichkeit sowohl der Information als auch des fruchtbaren Austauschs geschehen. Um weitere Maßnahmen zu eröffnen und sich gegenseitig – auch in Hinblick auf mögliche Kooperationen – zu vernetzen, werden darüber hinaus gezielt Kontakte zu den Teilnehmern in der Region gesucht und aufgebaut. Zusammen mit diesen sollen auch Symposien und weitere Veranstaltungen unter Beteiligung der einzelnen Akteure durchgeführt werden. Auch in die Ergebnisse der konkreten Forschungsprojekte wird die Öffentlichkeit durch gezielte Kommunikationsmaßnahmen einbezogen.

​Kontakt

Prof. Dr. Rolf Nagel

rolf.nagel@hs-duesseldorf.de

 

Konstituierende Sitzung UNGC
Die Präsidentin (Mitte) und der Initiator und Koordinator, Prof. Dr. Rolf Nagel (li. daneben) zusammen mit den Mitgliedern des Arbeitskreises bei der konstituierenden Sitzung der Arbeitsgruppe UN Global Compact am 24. September 2010. Foto: Jörg Reich

 

 

Optimahl_2
Rund 70 Teilnehmer waren im Juni 2014 zu einem Symposium erschienen, um sich die kritisch-klugen Ideen der Studierenden und der ebenso nachhaltigen wie kulinarischen Umsetzung ihrer Ergebnisse unter dem Motto „Optima(H)l“ nicht entgehen zu lassen. Foto: Moritz Leick