Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

Stipendiatinnen und Stipendiaten der FH Düsseldorf mit Vertrauensdozentin Dipl.Soz.-Päd. Beate Böhmer (3.v.l.) im Museum Ludwig in Köln. Foto: Luzien Lenzen

​„Auf Du und Du mit Picasso“ - Einblicke in das Leben des Künstlers

Die Stipendiatengruppe der FH D machte sich im Rahmen ihrer ersten Veranstaltung im neuen Jahr gemeinsam mit ihrer Vertrauensdozentin Dipl.-Soz.Päd. Beate Böhmer auf den Weg nach Köln. Ziel war die Sonderausstellung „IchundIchundIch“ im renommierten Museum Ludwig. Die Fotoausstellung porträtiert den Künstler Pablo Picasso und ermöglichte der Gruppe einen spannenden Einblick in sein Leben. Sie zeigt den Künstler insbesondere von seiner medialen und privaten Seite. Picasso verfügte nicht nur über die Fähigkeit, Menschen und Gegenstände gekonnt in Szene zu setzen, sondern auch sich selbst. In ca. 250 Aufnahmen offenbart die Fotoausstellung den Menschen, den Künstler und den „Medienmeister“ Picasso. Humor, Tierliebe, Chaos, Sinn für das Schöne und Wahre, offenbaren sich in vielfältigen Ablichtungen seiner Person und seines Umfeldes.
Handverlesene Fotografen wie Robert Capa, der zum Beipsiel einen Sonntagsausflug der „Familie Picasso“ fotografisch dokumentierte, zeigten die Vielseitigkeit Picassos und trugen damit zur wachsenden Popularität des Künstlers bei. Picasso selbst verarbeitete diesen Ausflug im Jahr 1950 in Form einer Skulptur, die er dann „Frau mit Kinderwagen“ nannte. Sie entstand aus Abfällen und Alltagsgegenständen.
Bei den zahlreichen fotografischen Aufnahmen behielt der Meister fast ausnahmslos die Regie, egal wer ihn, seine Arbeitsstätten, sein häusliches Umfeld oder sein Leben ablichtete. Er blieb der „Creativ Director“ seiner Fotos, die auf diese Weise ebenfalls seine Werke wurden. Er kreierte aktiv sein Image in einer Zeit, in der dies sicher nicht üblich war. Heute wäre er wohl ein Meister in der Handhabung des Internets als seiner Imageplattform.
Der Begründer des Kubismus versetzte die Stipendiatinnen und Stipendiaten denn auch an manchen anderen Stellen ins Staunen und Diskutieren, z. B. was seine Einstellung zu Frauen betraf. Er regte unvermeidlich zum Nachdenken an. So konnte sich die Gruppe in einer einstündigen Führung und anschließend auf eigene Faust ihr persönliches Bild von diesem beeindruckenden Mann machen.