Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

Die beiden sympathischen Führerinnen (1. und 3.v.l) blieben den interessierten Deutschland-Stipendiatinnen und dem Vizepräsidenten für Alumni-Management und wissenschaftliche Weiterbildung, Prof. Dr. Horst Peters (2.v.l.), keine Antwort schuldig. Foto:HSD​

Fifty fifty – Stadtrundgang mit Stipendiatinnen

Innerhalb des ideellen Stipendienprogramms nahmen 18 Deutschland-Stipendiatinnen am 21. Juni an einem etwas „anderen“ Stadtrundgangteil. Unter dem Motto „Die einzige Wohnungsbesichtigung, bei der das Dach fehlt–Obdachlose zeigen ihre Stadt“ wurden wir in einer ca. zweistündigen Führung von zwei Stadtführerinnen, die aus dem eigenen Erleben berichten konnten, zu markanten und für Obdachlose relevanten Plätzen geführt. Ausgangspunkt war das Büro von fiftyfifty auf der Höhenstr. in Düsseldorf-Oberbilk, von wo es zu verschiedenen Haltepunkten rund um das Bahnhofsviertel und dann Richtung Innenstadt ging.
Besonders beeindruckend waren die Schilderungen über persönliche Erfahrungen und Erlebnisse der beiden Stadtführerinnen. Erläutert wurden zudem Fragen, wo beispielsweise Wohnungslose übernachten oder wie man ohne Wohnung seinen Tag strukturiert. Aber auch Drogen, Alkohol und Prostitution wurden thematisiert. Schließlich wurde auch das fifty fifty-Konzept und der Zeitungsverkauf erörtert.Die beiden sympathischen Führerinnen blieben uns keine Antwort schuldig.
Für die meisten Besucher tat sich eine Parallel welt auf, mit der viele bis langnoch nicht in Kontakt gekommen sind. Die Stadtführung ist eine Empfehlung für jeden, insbesondere für die jenigen, die Düsseldorf bisher überwiegend als reiche Party-und Eventstadt wahrnehmen und sich nicht bewusst sind, dass es auch in Düsseldorf – wie in jeder deutschen Großstadt – in nennenswertem Maße Armut und Wohnungslosigkeit gibt; letzteres wurde durch die hohen Mieten in den vergangenen Jahren noch verstärkt.

Weitere Informatione nunter: http://strassenleben.org/stadtfuehrung/​