Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

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Werksbesichtigung Daimler AG, Werk Düsseldorf

Christoph Ehmanns, Mercedes-Öffentlichkeitsarbeit 1.v.l.), begrüßte die Stipendiaten Tim Rheinhold (2.v.l.) und Chris Michael Basten 3.v.l.), die beide von der Daimler AG gefördert werden, sowie die Vertrauensdozentin Beate Böhmer (1.v.r.)


Dipl.-Ing. Bernd Dhonau, Daimler AG (2.Reihe,1.v.l.), führte die Stipendiatengruppe und ihre Vertrauensdozentin Beate Böhmer (1.v.r.) fachkundig durch das Werk der Daimler AG Düsseldorf

Präzision fasziniert: NRW-Stipendiatengruppe zu Besuch bei der Daimler AG Düsseldorf

Von den ersten Schritten der Auto-Union GmbH in Düsseldorf bis zur aktuellen Produktion der Daimler AG sind etwa 60 Jahre vergangen. Von der Fertigung der „DKW Meisterklasse“ bis zur Herstellung des Sprinters ein Quantensprung. So empfanden es die Stipendiatinnen und Stipendiaten des NRW-Stipendiums unserer Hochschule, die zu Gast bei der Daimler AG waren. Die Daimler AG ist eine der Förderfirmen des NRW-Stipendiums und war gerne bereit, auch die ideelle Förderung der Studierenden zu unterstützen. Gemeinsam mit ihrer Vertrauensdozentin Dipl.-Soz.Päd. Beate Böhmer besuchten die Studierenden das Werk in Düsseldorf.

Die Produktion des berühmten Sprinters mit eigenen Augen zu erleben, war ein echtes Erlebnis für die Studierenden. So hörten sie sehr aufmerksam den Ausführungen von Dipl.-Ing. Bernd Dhonau (ehemaliger Absolvent der FH D) zu, der sie sach- und fachkundig durch das Werk führte. Bernd Dhonau ist seit 30 Jahren bei der Daimler AG beschäftigt und damit ein „alter Hase“ auf seinem Gebiet. Er hat Höhen und Tiefen des Konzerns miterlebt und wusste Interessantes auf amüsante Weise zu berichten.

Während der etwa dreistündigen Besichtigung lernten die Stipendiatinnen und Stipendiaten alle Bereiche der Produktion kennen: Rohbau (Bodyshop), Lackierung (Paintshop) und Montage (Assembly). Mit Schutzbrillen und Sicherheitsanweisungen ausgestattet, zog die Gruppe los, um sich ein Bild vom „Rohling“ und seiner Entwicklung zum gebrauchsfertigen Nutzfahrzeug zu machen.

Etwa 6.700 Mitarbeiter und 550 Roboter arbeiten zusammen an der Entstehung der verschiedenen Van-Varianten. Bevor eine Karosserie allerdings „eingekleidet“ (lackiert) wird, muss sie durch mehrere Bäder. Diese Vorreinigungsstraße beinhaltet insgesamt 1,5 Mio l Flüssigkeit und umfasst eine 10-Zonen-Tauchvorbehandlung. Danach geht es in die sogenannte „Kataphoretische Tauchgrundierung (KTL)“, die dem Schutz des Metalls dient und mit ihrer Begrifflichkeit zunächst für fragende Gesichter bei den Studierenden sorgte. Nach diesem Tauchbad wird die Karosserie schließlich bei 170 °C getrocknet.

Insgesamt 409 Farbtöne bietet der Autohersteller seinen Kunden an. Die Zeit vom Karosserie-Rohbau bis zur sogenannten „Hochzeit“ (Vereinigung von Antriebsstrang und Karosserie) beträgt 3 Tage. Auf diese Weise wird im Werk Düsseldorf alle 2 Minuten ein Fahrzeug fertiggestellt.

Nicht nur bei der Herstellung der Nutzfahrzeuge achtet der Konzern auf Qualität. Auch auf die Ausbildung wird Wert gelegt: So werden derzeit etwa 240 junge Menschen in den unterschiedlichsten Sparten allein im Werk Düsseldorf ausgebildet.

Ein interessanter Aspekt der Arbeitsorganisation für die Stipendiatinnen und Stipendiaten war die Eigenorganisation der Mitarbeiter in der Produktion, was die verschiedenen Schichten, Urlaube, Überstunden etc. betrifft. Das Werk achtet darauf, dass die Mitarbeiter eine möglichst hohe Eigenverantwortung erhalten und dies in ihren Arbeitsgruppen selbst organisieren.

„Präzision auf allen Ebenen der Produktion“; mit diesem Eindruck verabschiedete sich die Stipendiatengruppe von der Daimler AG und dankte sehr, für diesen äußerst interessanten und informativen Besuch.