Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

Eintritt in den Ruhestand

Altersgrenzen für den Eintritt in den Ruhestand

Beamte treten normalerweise mit dem Ende des Monats in den Ruhestand, in dem sie die für sie jeweils geltende Altersgrenze erreichen (§ 31 Abs. 1 Satz 2 LBG). Beamte, die vor dem 01.01.1947 geboren sind, erreichen die Altersgrenze mit Vollendung des 65. Lebensjahres. Für Beamte, die nach dem 31.12.1946 geboren sind, wurde die Regelaltersgrenze sukzessiv angehoben. Die aktuell geltenden Altersgrenzen können Sie unter dem unten stehenden Link einsehen.

Für Professorinnen und Professoren, die die angegebene Altersgrenze erreichen, gelten jedoch besondere Regelungen: Sie treten abweichend von § 31 Absatz 1 Satz 2 LBG erst mit Ablauf des letzten Monats der Vorlesungszeit des Semesters in den Ruhestand, in dem die Altersgrenze erreicht wird (28.02. bzw. 31.07 – siehe auch § 124 Absatz 3 LBG).

Fällt der Monat, in dem sie die gesetzliche Altersgrenze (Regelaltersgrenze) erreichen, in einen vorlesungsfreien Monat (August), treten sie mit Ablauf dieses Monats in den Ruhestand.

Diese Regelung gilt auch für privatrechtliche Professorinnen und Professoren.

 

Regelaltersgrenzen
 


Versorgungsauskunft

Sie können unter folgenden Voraussetzungen eine Versorgungsauskunft beim LBV beantragen:

  1. bei Überschreiten des 55. Lebensjahres (jedoch nur bis 12 Monate vor Eintritt in den Ruhestand) oder
  2. bei schwerer Erkrankung, die eine dauernde Dienstunfähigkeit erwarten lässt (Anfragen der Dienststellen).

Hierzu füllen Sie bitte das LBV-Formular aus, das Sie unter dem unten stehenden Link finden und reichen Sie dieses beim Team 3.2 – Personalservice für Lehrende und Hilfskräfte ein. Wir leiten ihn dann zusammen mit ihrer Personalakte an das LBV. Dieses sendet Ihnen die erstellte Versorgungsauskunft zu. Bitte berücksichtigen Sie hierbei eine Bearbeitungszeit von ca. drei Monaten.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Ihre fiktiven Versorgungsbezüge selbst zu berechnen. Hierfür können Sie den Versorgungsrechner des LBV nutzen, den Sie unter dem nebenstehenden Link finden. Bitte beachten Sie, dass sich aus der von Ihnen durchgeführten Berechnung keine Rechtsansprüche herleiten lassen.

 

Formular Versorgungsauskunft

Versorgungsrechner

 


Versorgungsbezüge

Nach den aktuellen Vorschriften des Landesversorgungsrechts entsteht ein Anspruch auf den Erhalt von Versorgungsbezügen frühestens nach einer Dienstzeit von fünf Jahren.

Für die Berechnung und Zahlbarmachung der Versorgungsbezüge der beamteten Professorinnen und Professoren ist ausschließlich das Landesamt für Besoldung und Versorgung (LBV) zuständig. Das LBV bearbeitet auch die Beihilfen für die Ruhestandsbeamtinnen und -beamten sowie deren Hinterbliebene.

Das Ruhegehalt wird auf der Grundlage der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge und der ruhegehalt-fähigen Dienstzeit berechnet. Zu den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen gehören das Grundgehalt der maßgeblichen Besoldungsgruppe (C oder W), der Familienzuschlag der Stufe 1 und sonstige Dienstbezüge (z. B. ruhegehaltfähige Leistungsbezüge). Der evtl. kinderbezogene Anteil im Familienzuschlag (Unterschiedsbetrag) ist kein ruhegehaltfähiger Dienstbezug, sondern wird neben dem Ruhegehalt gezahlt.
Die ruhegehaltfähige Dienstzeit umfasst die Zeit, die nach Vollendung des 17. Lebensjahres im Beamtenverhältnis zurückgelegt wurde zuzüglich anzurechnender Zeiten (z.B. Wehrdienst) und weiterer berücksichtigungsfähiger Zeiten (z.B. Studienzeiten bis zu drei Jahren).

Das Ruhegehalt beträgt mindestens 35 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge. Für jedes Jahr der ruhegehaltfähigen Dienstzeit werden zurzeit 1,79375 % gezahlt.

Rente:

Sollten beamtete Professor*innen neben der Versorgung Ansprüche auf eine gesetzliche Rente haben, ist zudem ein Rentenantrag bei der Deutschen Rentenversicherung zu stellen.
Auch Professor*innen im privatrechtlichen Dienstverhältnis müssen zur Inanspruchnahme der Rente einen Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung stellen. Dieser wird zum Zeitpunkt des Erreichens der Regelaltersgrenze gestellt. Bitte beachten Sie, dass Ihr Dienstverhältnis erst mit Ablauf des letzten Monats der entsprechenden Vorlesungszeit endet (siehe oben).

 

Weitere Informationen Versorgungsempfänger

Weitere Informationen Versorgungsabschlag

 


Vorzeitiger Ruhestand

Eine vorzeitige Versetzung in den Ruhestand ist in folgenden Fällen möglich:

  • durch Nachweis der Dienstunfähigkeit (mit Versorgungsabschlag)
  • durch Nachweis der Dienstunfähigkeit aufgrund eines Dienstunfalles oder nach Vollendung des 63. Lebensjahrs und mindestens 40 „Dienstjahren“ (ohne Versorgungsabschlag)
  • ohne Nachweis der Dienstunfähigkeit (vorgezogener Ruhestand gem. § 33 Abs. 3 LBG) frühestens nach Vollendung des 63. Lebensjahres (mit Versorgungsabschlag) oder
  • nach Vollendung des 65. Lebensjahres und berücksichtigungsfähigen Zeiten von 45 Jahren (ohne Versorgungsabschlag)
  • als Schwerbehinderter frühestens nach Vollendung des 60. Lebensjahres (mit Versorgungsabschlag)
  • als Schwerbehinderter nach Vollendung des 63. Lebensjahres (ohne Versorgungsabschlag

Ausnahmen:

  • sind Sie vor dem 01.01.1950 geboren, berechnet sich der Versorgungsabschlag nur bis zum Ablauf des Monats, in dem Sie das 65. Lebensjahr vollenden
  • gilt für Sie eine nach der Regelaltersgrenze liegende Altersgrenze, wird nur die Zeit bis zum Ende des Monats, indem Sie die Regelaltersgrenze vollenden, für die Berechnung des Versorgungsabschlages berücksichtigt. (Leiter und Lehrer an öffentlichen Schulen, Professoren)

Die versorgungsrechtlichen Auswirkungen eines vorzeitigen Ruhestands sind unbedingt zu beachten. Ein Rechtsanspruch auf vorzeitige Versetzung in den Ruhestand besteht nicht.

Wenn Sie vor Erreichen der Regelaltersgrenze in den Ruhestand treten möchten, richten Sie bitte den formlosen Antrag, der mindestens Angaben über den geplanten Beginn des Ruhestands enthalten muss, auf dem Dienstweg an die Präsidentin. Dem Antrag ist eine kurze Stellungnahme der Dekanin bzw. des Dekans beizufügen.

Ein Rechtsanspruch auf vorzeitige Versetzung in den Ruhestand besteht nicht.

 


Hinausschieben Ruhestand

Bei den Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten nach Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze muss zwischen beamteten und Professorinnen und Professoren in privatrechtlichen Dienstverhältnissen unterschieden werden.

Bei beamteten Professorinnen und Professoren kann der Ruhestand nach den gesetzlichen Bestimmungen auf Antrag um bis zu 3 Jahre hinausgeschoben werden (jedoch nicht über das vollendete 70. Lebensjahr hinaus), wenn dies im dienstlichen Interesse liegt.

Bei Professorinnen und Professoren in privatrechtlichen Dienstverhältnissen kann keine Hinausschiebung des Renteneintritts erfolgen, diese können auf Antrag ggf. für einen befristeten Zeitraum als Vertretungsprofessorinnen oder Vertretungsprofessoren beauftragt werden, wenn dies im dienstlichen Interesse des Fachbereichs und der Hochschule liegt.

 

 

VBL

Bei der VBL handelt es sich um eine Zusatzversicherung für den öffentlichen Dienst. Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) ist eine vom Bund und den Ländern getragene Versorgungseinrichtung für die Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes. Sie gewährt Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge (Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes). Ihr Zweck war und ist eine gewisse Angleichung der Arbeitnehmerrenten an die Beamtenpensionen.

Für Arbeitgeber im Bereich des Bundes und der kommunalen Arbeitgeber beträgt der Umlagesatz seit dem 1. Januar 2002 7,86 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts. Davon tragen die Arbeitgeber einen Anteil von 6,45 % und die Beschäftigten einen Anteil von 1,41 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts.

Wenn Sie in einem unbefristeten, privatrechtlichen Dienstverhältnis berufen wurden, sind Sie in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung und der VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder) pflichtversichert, d. h. von Ihrem W 2-Gehalt werden Ihnen die vorgenannten Beiträge abgezogen.

Wenn Sie in einem befristeten, privatrechtlichen Dienstverhältnis beschäftigt sind, ist eine Befreiung von der Versicherungspflicht bei der VBL möglich, wenn Sie zum Beispiel die erforderliche Wartezeit von 60 Beitragsmonaten (5 Jahre) nicht erfüllen bzw. bisher nicht bei der VBL oder einer anderen Zusatzversorgungskasse (ZVK) versichert waren. Für die Befreiung ist spätestens 2 Monate nach Beginn des Dienstverhältnisses ein Antrag zu stellen.

Alternativ oder ergänzend haben Sie die Möglichkeit der freiwilligen betrieblichen Altersvorsorge in Form von Entgeltumwandlung. Bei einer Entgeltumwandlung verzichten Sie auf einen Teil ihrer künftigen Entgeltansprüche, die dann als Beiträge für ihre betriebliche Altersvorsorge verwendet werden. Zur Entgeltumwandlung zahlt der Arbeitgeber in Höhe des Lohnverzichts, den Sie erklärt haben, Beiträge an die VBL.

Umfangreiche Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Landesamtes für Besoldung und Versorgung sowie der VBL.