Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

Weiterbildungsseminare
„Der Herkunft begegnen…“ – Macht- und Habitussensibilität als Grundlage von Beratung und Empowerment Anleitung für eine andere Kommunikation auf Augenhöhe Burnout-Prävention im Arbeitsleben: Belastung Klärung, Lebensqualität Cisco-Kurse Das Freizügigkeitsrecht der Unionsbürger und ihrer Familienangehörigen Der geduldete Aufenthalt Der Zugang von Flüchtlingen zu Sozialleistungen Einführung in die systemisch-lösungsorientierte Beratung Familienaufstellung Führung für Frauen: “Wer Menschen führen will, muss hinter ihnen gehen“ Grundlagen des Arbeitsrechts Grundlagen und Vertiefung des Ausländer- und Asylrechts Hamsterrad Management Inklusion von Menschen mit Behinderung & Soziale Arbeit Kinder psychisch erkrankter Eltern und die Auswirkungen auf den Erziehungs- und Lebensalltag männlich – migrantisch – jung: ein Fall für die Soziale Arbeit? Rassismuskritische, migrations- und gendersensible Perspektiven in der Arbeit mit Jungen und jungen Männern Psych. Störungen am Arbeitsplatz Rechtliche Grundlagen in der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Ausländer*innen (UMA) Richtig beraten nach der Berufsphase - „Senior Coach“ werden Schwierige Situationen in der Beratung Systemische Krisenintervention bei eskalierenden Konflikten in Familien Verhaltensauffälligkeiten und psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen Virtual Studio Workshops Wo Spannungen herrschen, kann neues entstehen - zum Konstruktiven Umgang mit Blockaden, Abwehr und Konflikten in beraterischen Arbeitsfeldern Zwischen Jugendhilfe und aktiver Arbeitsförderung – die neue Förderung schwer zu erreichender junger Menschen

​​Worum geht es beim Online Diversity Counseling?


Hinter dem Projektnamen „Online Diversity Counseling“ oder kurz „Chat-Projekt“ verbirgt sich ein versuchsweise angelegter, anonymer „Chat-Room“, über den Studieninteressierte mit Studierenden der HSD ins Gespräch kommen können. Im Fokus stehen dabei Schülerinnen und Schüler die sich gegen Ende ihrer Schulzeit im Übergang von der Schule zur Hochschule befinden. Den Chat-Raum nutzen können aber auch andere Studieninteressierte und Studierende, die am Beginn ihres Studiums stehen.
Als Gesprächspartner kommen studentische „Chat-Agents“ zum Einsatz, die für die Thematik der Diversität (Vielfalt) von Studieninteressierten sensibilisiert worden sind und quasi auf Augenhöhe kommunizieren können (peer-to-peer). Idealerweise können sie dabei helfen, Fragen, Bedenken, Vorurteile und Hemmnisse die im Vorfeld einer Studienaufnahme bestehen, aufzudecken. Tauchen konkrete Sach-, Fach- und Verfahrensfragen zum Studium oder zu einzelnen Studiengängen der HSD auf, vermitteln die Chat-Agents an die professionellen Beratungsstellen der Hochschule weiter.​
Ergänzend und in Abgrenzung zur klassischen Studienberatung, ist der anonyme Online-Chat ein sehr niedrigschwellig angelegtes Gesprächsangebot. These ist, dass es für einige Studieninteressierte bereits eine Barriere sein kann, die bereits bestehenden, klassischen (face-to-face) Beratungsangebote in
Anspruch zu nehmen.

Der Chat-Room ging versuchsweise in den Monaten Oktober, November und Dezember im Jahr 2015 online und war über die WER, WO, WAS!?-Seite der HSD direkt zu erreichen.

 

 

Verlauf des Projektes


Ziel des Projektes war es zum einen ein Online-Gesprächsangebot zu testen und Erfahrungen über den Betrieb zu sammeln. Zum anderen richtete sich das Erkenntnisinteresse auf Herausforderungen
und auf mögliche Barrieren, die im Vorfeld des Studienstarts bestehen können. Die Ergebnisse des Projekts sollten idealer Weise Hinweise zur Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Unterstützungsangeboten für Studieninteressierte liefern.

Das gesamte Projekt bestand im Wesentlichen aus vier Arbeitspaketen:

  1. Entwicklung und Durchführung eines Sensibilisierungs- und Trainingsmoduls für studentische Chat-Agents
  2. Informationstechnische Umsetzung und Implementierung eines anonymen Online-Chats
  3. Circa zweimonatiger Probebetrieb des Online Chat-Angebotes
  4. Auswertung, Dokumentation und Zusammenfassung der Ergebnisse zu einem prototypischen Konzept

Unterstützt durch Lehrende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften, wurde ein einwöchiges Blockseminar entwickelt und durchgeführt, das im Kern darauf ausgerichtet war Aspekte einer diversitätssensiblen Gesprächsführung zu vermitteln. Hierbei sind ebenso Aspekte aus dem Feld der Habitussensibilität miteingeflossen. Die theoretischen Inputs wurden mit Übungen unterfüttert und vor dem Hintergrund der besonderen Kommunikationssituation im Rahmen eines Live-Chats gemeinsam mit den Studierenden erörtert.

Im Anschluss an die Sensibilisierungsarbeit wurde in einem gesonderten Workshop auf Verhaltensweisen und Regeln im Chat („Chatikette“), technische Rahmenbedingungen sowie auf das Arbeitsfeld der Studierendenberatung eingegangen. An dieser Stelle wurde das Vorhaben insbesondere durch die Zentrale Studienberatung (ZSB) unterstützt. Da im laufenden Chat mit Anfragen zu rechnen war, die typischerweise von der klassischen Studienberatung bearbeitet werden, war hier insbesondere der Aspekt der inhaltlichen Abgrenzung zum Gesprächsangebot von Bedeutung.

Der Chat-Room für die anonyme Kommunikation zwischen Studieninteressierten und Studierenden wurde auf einem Server der HSD realisiert. Auch hier steuerte der Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften wichtiges Know-how hinzu.

In einem circa zweieinhalb Monate dauernden Versuch, wurde der Live-Chat in festgelegten Zeitfenstern an sieben Tagen in der Woche von den studentischen Chat-Agents betreut. Die Erfahrungen sowie die von den Chat-Partnern angesprochenen Themen wurden laufend gesammelt und ausgewertet.

Das Chat-Projekt wurde angelegt als eine Maßnahme zur Verminderung von Zugangsbarrieren zur Hochschule. Die Projektidee wurde im Rahmen der Diversity Auditierung „Vielfalt gestalten“ entwickelt.

ONDIVERS - Online Diversity Counseling ist ein Teilprojekt im Verbund Zentrum für Kompetenzentwicklung für Diversity Management in Studium und Lehre an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen KomDiM und wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PL11083G gefördert. Die Förderlaufzeit lag zwischen dem 01.01. und 31.12.2015.