Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

​​Studieren mit Kind bedeutet oft einen Balanceakt zwischen Vorlesung, Klausurstress, Job und Erziehung. Hinzu kommen Sorgen um die finanzielle Absicherung und die Angst, entweder die Elternpflichten oder die Studienanforderungen nicht erfüllen zu können.

Die HS Düsseldorf bietet deshalb Unterstützungsangebote, die speziell für Studierende mit Kind ausgelegt sind.


I. Finanzielles  >>
II. Mutterschutz und Elternzeit >>
III. Kinderbetreuung >>
IV. Beratungsangebote >>
V. Erfahrungsbericht >>



 

I. Finanzielles

Es bestehen verschiedene Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung, die der Staat für Studierende mit Kind zur Verfügung stellt. Hier findest Du eine Liste der bestehenden Möglichkeiten mit den entsprechenden Links:

BaföG
Studienkredit
Elterngeld
Kindergeld
Wohngeld
Arbeitslosengeld II
Mutterschaftsgeld
Stiftung Mutter und Kind


Vielleicht kommt für Sie auch ein Stipendium in Frage? Unter https://www.stipendienlotse.de/ finden Sie verschiedene Stipendienangebote!

Bei Fragen zu den zahlreichen Möglichkeiten informieren das Familienbüro und stuki gerne!

 

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II. Mutterschutz und Elternzeit

Die Beurlaubung vom Studium wegen Inanspruchnahme von Mutterschutz oder Elternzeit richtet sich nach den einschlägigen Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) und des Bundeselterngeld und Elternzeitgesetz (BEEG) in der jeweils gültigen Fassung.

Die Beurlaubung kann wegen Inanspruchnahme von Mutterschutz bis zu 1 Semester, wegen Inanspruchnahme von anschließender Elternzeit nach dem BEEG bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes beantragt werden.

Bei ausländischen Studierenden ist das Heimatrecht der Eltern für die Rechtsbeziehung zwischen Eltern und Kind maßgebend (bitte Nachweis des Personensorgerechts in deutscher Sprache beifügen).

Die Eltern können auch gleichzeitig Elternzeit beantragen, ebenfalls maximal sechs Semester pro Kind. Ein Anteil von bis zu 12 Monaten der maximalen dreijährigen Elternzeit kann auf Antrag auch auf die Zeit bis zum 8. Geburtstag des Kindes übertragen werden.

 

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III. Kinderbetreuung

Campuskitas

Die Hochschule Düsseldorf/ Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat eine eigene Campus-Kinderbetreuung, die sich aus Kindertagesstätten und einem Familienzentrum zusammensetzt. Hier werden bevorzugt Kinder von Studierenden und Beschäftigten aufgenommen. 

 

Kindertagesstätte Studentenwerk Düsseldorf "Abenteuerland"
Kontakt:
Sabine Niemeyer
Ernst-Abbe-Weg 50
40589 Düsseldorf
Telefon 0211 - 7599329
Fax 0211 - 9764878

Kindertagesstätte Studentenwerk Düsseldorf "Grashüpfer"
Kontakt:
Tanja van Schravendijk
Stoffeler Broich 57
40225 Düsseldorf
Telefon 0211 81-14104

Familienzentrum Studentenwerk Düsseldorf "Kleine Strolche"
Kontakt:
Daniela Kuschel
Universitätsstraße 1a
40225 Düsseldorf
Telefon 0211 - 3368250
Fax 0211 - 3368249

FH Kindergruppe e.V.
Kontakt:
Frau Andrea Schneider-Feierabend
Josef-Gockeln-Strasse 9
40474 Düsseldorf
Tel.: 0211 - 435 154 1/2
Fax: 0211 - 435 154 3

Kindertagesstätte Studentenwerk Düsseldorf "Campus Zwerge"
Kontakt:
Elke Brockes
Rheydter Straße 265
41065 Mönchengladbach
Tel. 02161 6883972
Fax 02161 6883970


Weitere Informationen zu den oben stehenden Kitas finden Sie unter:Kitas Studierendenwerk


 

BetreuungsAngebote des Familienbüros

Notfallbetreuung Rappelkiste

Ferner gibt es für Hochschulangehörige die Möglichkeit bei einem Betreuungsengpass Ihr*e Kind*er in der Rappelkiste, dem betreuten Spielplatz des Familienbüros betreuen zu lassen. Hier werden nach vorheriger Absprache, Kinder im Alter von 0,3 - 10 Jahren durch die Mitarbeiter*innen des Familienbüros betreut. Die Rappelkiste ist Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung für Sie geöffnet.
 
Bitte beachten Sie, dass Sie Ihr*e Kind*er 10 Stunden vorher für eine Betreuung anmelden. Für eine Montagsbetreuung ist Anmeldeschluss jeweils Freitag um 12.00 Uhr. 

Zusätzlich informieren Sie sich bitte im Vorfeld über unsere Anmeldebedingungen Rappelkiste.pdf


 

Ferienbetreuungen

Das Familienbüro bietet zusätzlich in den Oster-, Sommer- und H​​erbstferien ein Ferienprogramm für Kinder von Hochschulangehörigen im Alter von 6 – 12 Jahren an.

Das Ferienprogramm findet in der Zeit von 8.00 Uhr - 16.30 Uhr auf der Josef Gockeln Str.9 auf dem alten Campus in Raum H 13 statt. Für Kinder von Studierenden erheben wir einen Beitrag von 20.- pro Woche, für  Kinder von Beschäftigten 40.- pro Woche.

Bitte beachten Sie die jeweiligen Anmeldebedingungen unter Osterferienprogramm 2017.pdf
​​


Babysitterkostenerstattungsantrag

Neben den verschiedenen Betreuungsmöglichkeiten vor Ort besteht für Studierende mit Kind auch die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss für einen Babysitter zu bekommen, wenn eine Vorlesung in den Randzeiten besucht wird.

Den Antrag erhalten Sie im Familienbüro!


 

Betreuungsangebot der Stadt Düsseldorf

Zudem bietet die Stadt Düsseldorf vielfältige in Form von Kitas oder Tagesmüttern an: Kinderbetreuung Jugendamt Düsseldorf​

Um einen Kita Platz zu bekommen nutzen Sie bitte die Anmeldung über den Kita Navigator.

 

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IV. Beratungsangebote

Info Broschüre Studieren mit Kind – hier finden Sie die wichtigsten Informationen im Überblick!  

Broschüre_Studierenmitkind.pdf

Folgende Einrichtungen beraten und unterstützen gerne in allen Fragen rund um die Vereinbarkeit von Studium und Familie:


 

Die Servicestelle "stuki" für Studierende mit Kind 

Für Studierende des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften

Stefanie Krüger B.A.

Gebäude 3, Raum 03.2.012
Münsterstr. 156, 40476 Düsseldorf
stuki@hs-duesseldorf.de 

Offene Sprechstunde
Dienstags 10:00-12:00 Uhr
Donnerstags 12:00-14:00 Uhr

Individuelle Beratung nach Vereinbarung!

Nähere Infos unter http://soz-kult.hs-duesseldorf.de/studium/stuki

 

Das Familienbüro

Dipl.-Päd./Ass. Jur. Marie-Theres Reuter

Gebäude 2, Raum 02.1.004
Münsterstr.156, 40476 Düsseldorf 
familienbuero@hs-duesseldorf.de
Jetzt auch bei Facebook!

Öffnungszeiten:
Dienstags und Donnerstags von 10.45 -11.15 Uhr und 13.30 -14.15 Uhr 

Individuelle Beratung nach Vereinbarung!
 

Das AstA Sozialrefarat

Tel.: +49 0211 2904

Allgemeine AStA Sprechzeiten: Montags bis Donnerstags 11.00 - 14.00 Uhr
Studierenmitkind@asta-hs-duesseldorf.de
www.asta-fh-duesseldorf.de/blog/referate/soziales/​ ​ ​

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V. Erfahrungsbericht

Namen von der Redaktion geändert


Sei mutig und mach was aus Deinem Leben!

Das war das Motto, nach dem Sabine handelte, als sie sich für ein Studium mit Kind entschied. Nach der Geburt ihrer Tochter war Sabine zunächst hin und hergerissen, ob sie sich ein Studium mit Kind zutrauen würde. Aber der Wunsch Soziale Arbeit zu studieren wurde immer präsenter in Sabines Gedanken. Sabine ist Erzieherin und ihre Tochter Lena ein absolutes Wunschkind. Bevor Lena auf die Welt kam, arbeitete Sabine in einem Familienzentrum. Hier gefiel ihr nicht nur die Arbeit mit den Kindern, sondern sie merkte, dass sie einen guten Draht zu den Eltern hatte, wenn es um Erziehungsfragen und Lebensplanung ging.


Was war denn Deine größte Sorge bei der Entscheidung ob Studium mit Kind oder nicht?

Sabine: Ich hatte Sorge, allem nicht gerecht werden zu können, Kind und Studium nicht unter einen Hut zu kriegen. Klar, durch meinen Job als Erzieherin habe ich Erfahrung im Umgang mit kleinen Kindern, aber beim eigenen Kind ist das nochmal etwas anderes. Nach der Geburt ging es eigentlich erst mal fast nur um Lenas Bedürfnisse und Timo und ich mussten uns komplett neu sortieren. Ich hatte ein wenig Angst als „Rabenmutter“ abgestempelt zu werden, als egoistisch zu gelten.


Was war denn dann ausschlaggebend, dass Du ein Studium mit Kind begonnen hast?

Sabine: Zunächst habe ich natürlich mit Timo, das ist mein Freund und der Vater von Lena, gesprochen und mit Freunden und Bekannten. Timo war direkt bereit mich zu unterstützen, fand die Idee klasse, war aber auch realistisch. Er selbst studiert Informatik, ist aber fast fertig und arbeitet nebenbei in einer Softwarefirma. Danach bin ich dann erstmal zur Studienberatung an die HSD gegangen. Das war schon sehr informativ, was den Aufbau des Studiums betraf. Hier hat man mich dann auch an das Familienbüro verwiesen. Die Mitarbeiterinnen im Familienbüro waren super nett. Hier wurde mir das letzte bisschen Angst vorm Studium mit Kind genommen.


Wie hat das Familienbüro Dir die Angst denn nehmen können?

Sabine: Hier wurde mir gesagt was es alles für Möglichkeiten gibt um das Studium mit Kind zu managen. Natürlich hatte ich nicht nur Sorgen wegen der Betreuung meiner Tochter, die war ja zu dem Zeitpunkt noch sehr klein, sondern auch finanzielle! Die Mitarbeiterinnen im Familienbüro haben dann erzählt, was es alles für Möglichkeiten gibt! Wie das mit dem BaföG läuft, dass es einen Betreuten Spielplatz, die Rappelkiste, gibt, wo man sein Kind tageweise kostenlos betreuen lassen kann. Zusätzlich wurde mir hier gesagt, dass man im Fachbereich SK bevorzugt in Seminare während der Betreuungszeiten der Kleinen aufgenommen wird, dass es keine Anwesenheitspflicht für Vorlesungen mehr gibt und das tolle Angebote für Studierende mit Kindern an der HSD bestehen.


Und wie ging es dann weiter?

Sabine: Dann hab‘ ich mich erstmal eingeschrieben und gehofft, dass ich einen Studienplatz bekomme. Parallel dazu hatte ich große Sorge keinen Betreuungsplatz für Lena zu finden. Wir hatten uns zu dem Zeitpunkt zwar schon bei sechs Kitas erkundigt und vormerken lassen, aber so richtig verbindlich war nichts. Das war nicht die schönste Situation und ich hatte Sorge, dass alles nicht klappen würde. Wir haben dann aber im Netz geguckt und über den IPunkt Familie zusätzlich die Adressen von Tagesmüttern bekommen, die freie Plätze haben und es hat funktioniert! Wir fanden mit Anette eine super tolle Tagesmutti, gar nicht weit von uns, die sich um Lena kümmern würde. War ich erleichtert! Neben der Eingewöhnung kam dann der Bescheid, dass ich zum Studium zugelassen bin. Ich war glücklich aber auch nach wie vor etwas ängstlich gleichzeitig, die Eingewöhnung bei der Tagesmutti lief nicht so ganz rund weil Lena fremdelte. Aber es wurde besser und besser und irgendwann ging es dann. War ich erleichtert.


Wie war denn dann der Beginn des ersten Semesters für Dich?

Sabine: Das erste Semester (sie lacht)! Das erste Semester war – zunächst etwas chaotisch! Aber wenn man aus der Elternzeit kommt ist das vielleicht einfach so? Bei der Erstsemester Einführung hab‘ ich dann am Stand vom Familienbüro zwei andere Studierende mit Kindern kennen gelernt und wir wurden direkt zum Elternbrunch eingeladen. Danach gings dann mit der Fachschaft zur HSD. War ich gespannt!!! Es gab Kennenlernspielchen und Alkohol, wo ich mehr oder weniger raus war, weil ich Lena später abholen musste. Aber ich war nicht die Einzige! Hier lernte ich Kerstin kennen. Kerstin war auch Ersti mit Kind! Eine Verbündete hab ich direkt gedacht! Die nächsten Tage waren dann auch schon ganz schön stressig. Bis man weiß wie der Stundenplan aussieht, wo man hingehen will und wie das alles am besten zu Lenas Betreuungszeiten passt braucht man schon etwas Zeit. Glücklicherweise hatten wir ein durchschlaf Kind, was alles etwas vereinfacht hat. In der Ersti-Woche hat Timo aber auch viel von der Betreuung der Kleinen übernommen, so dass ich Zeit hatte, mich zurechtzufinden.


In welchem Semester bist Du jetzt?

Im Moment bin ich im dritten Semester.


Gab es bisher Probleme während des Studiums mit Kind?

Sabine: Ganz ehrlich, natürlich gibt es hin und wieder Sachen die nicht rund laufen. Z.B. wollte ich ein Blockseminar machen, aber dann wurde Lena krank und Timo hatte beruflich auch keine Zeit sich um die Kleine zu kümmern, er war da grad nach seinem Bachelor in der Probezeit. Da musste ich dann zurückstecken. Aber ich denke auch, dann hole ich das Seminar halt nach. Am Anfang wollte ich das Studium in der Regelstudienzeit schaffen, von dem Gendanken bin ich aber längst weg. Es ist nicht schlimm, wenn man zwei Semester länger braucht, wenn man mit Kind studiert. Gerade letztens erst war unsere Tagesmutti auch krank. Fast zwei Wochen! Das war schon so etwas wie der Ausnahmezustand, aber da gibt es ja zum Glück auch noch Familie, Freunde und das Familienbüro. Das Team vom Familienbüro hat sich dann während meiner Seminar- und Vorlesungszeiten hervorragend um Lena gekümmert.


Wie finanziert Ihr Euch denn eigentlich – wenn ich fragen darf?

Sabine: Das war am Anfang auch so eine Frage oder besser gesagt Sorge. Ich hatte ja mein Erziehrinnen Gehalt und Timo bekam BaföG und verdiente sich neben seinem Informatikstudium was dazu. Was würde aber werden wenn ich auch studiere? Ich war zu dem Zeitpunkt die Hauptverdienerin. Wir rechneten hin und her und ich stellte einen Antrag auf BaföG. Der auch bewilligt wurde. Außerdem hatte Timo zu dem Zeitpunkt auch grade seine Bachelorarbeit abgegeben und seinen jetzigen Job in Aussicht. Jetzt ist es bei uns anderes herum! Jetzt ist Timo der Hauptverdiener, aber es reicht für uns alle!


Würdest Du wieder mit Kind ein Studium anfangen?

Sabine: Ganz ehrlich, natürlich ist es oft stressig, gerade mit Kind! Sich selber Strukturen zu schaffen und alles zu organisieren ist ganz klar eine riesen Herausforderung! Aber das wäre zurück in den alten Job mit Kind auch gewesen. Und der Vorteil ist ganz klar die Flexibilität des Studiums. Beim Studium kann ich meinen Stundenplan so gestalten, dass ich nur drei Tage an der HSD bin. Zusätzlich gibt es keine Anwesenheitspflicht bei den Veranstaltungen und wenn man trotzdem unbedingt präsent sein muss kann man sein Kind immer noch in der Notfallbetreuung Rappelkiste abgeben. Welcher normale 40 Stunden Job würde einem diese Flexibilität bieten? Ich würde mich immer wieder für ein Studium mit Kind entscheiden! 

 

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