Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

​​​​​​​​​​​​​​​​​Bund-Länder-Programm "Qualitätspakt Lehre"
Projekt »Steps«

​Studieneinstieg für heterogene​ Gruppen erfolgreich planen und nachhaltig sichern

Die Hochschule Düsseldorf führt im Rahmen des von Land und Bund geförderten "Qualitätspakt Lehre" das Projekt »Steps« nun bereits in der zweiten Förderphase durch. In der ersten Förderphase von 2012 bis 2016 standen der Hochschule 5,1 Mio. € für qualitätsverbessernde Maßnahmen zur Verfügung. In der zweiten Förderphase von 2017 bis 2020 stehen noch einmal 5,75 Mio. € für die Fortführung sowie die inhaltliche Erweiterung des Projektes bereit.​​​​

Weitere Informationen sind bei der Projektleitung erhältlich.

 

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Kurzbeschreibung des Projektes


 

Das Projekt reagierte in der ersten Förderphase auf vier im Vorfeld identifizierte problematische Entwicklungen der Hochschule Düsseldorf:

  1. den geringen Anteil an Studierenden und Absolventinnen und Absolventen in der Regelstudienzeit,

  2. die hohe Abbruchquote, 

  3. den unterdurchschnittlichen Studienerfolg der ausländischen Studierenden sowie

  4. ​den geringen Anteil von Frauen in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen.
Mit den umgesetzten Maßnahmenpaketen:
  • ​​​​»Übergänge gestalten«

  • »Qualifizierende Lehrangebote in der Studieneingangsphase« und

  • ​»Weiterqualifizierung des Lehr‐ und Betreuungspersonals«

​​​​wurden entsprechende Zielsetzungen zur Steigerung der Beratungs‐, Betreuungs‐ und Lehrqualität, zur Förderung der Studierfähigkeit sowie zur Sensibilisierung des Hochschulpersonals gegenüber Prozessen der Diversifizierung von Bildungsniveaus und -biographien verfolgt.

Die datengestützte Analyse der ersten Projektphase hat gezeigt, dass gegenüber der Situation vor Projektbeginn viele positive Entwicklungen zu verzeichnen sind. Insbesondere der nachweislich höhere Anteil Studierender sowie Absolventinnen und Absolventen in der Regelstudienzeit, aber auch die Steigerung weiblicher Studierender in den Ingenieurwissenschaften sowie der rückläufige Anteil an Exmatrikulationen der ausländischen Studierenden können auf die Wirkungen der implementierten Projektmaßnahmen der ersten Förderphase zurückgeführt werden.

Die hochschulweit und insbesondere in den Ingenieurwissenschaften zu beobachtende steigende Tendenz an vorzeitigen Exmatrikulationen in den ersten beiden Semestern konnte bisher jedoch nicht im gewünschten Ausmaß abgefedert werden. Trotz erster Erfolge konnte auch für die Gruppe der ausländischen Studierenden die Zielsetzung nicht in Gänze erreicht werden. Sowohl die durchschnittlichen Abschlussnoten als auch die durchschnittliche Studiendauer liegen relativ konstant über den Werten der deutschen Studierenden. Auch bei den Studierenden der ingenieurwissenschaftlichen Fächer zeigen sich die offensichtlich aus den mathematischen und naturwissenschaftlichen Defiziten resultierenden Problemlagen als relativ hartnäckig. 

Mit dem Projekt konnte dennoch in der ersten Förderphase insbesondere im Bereich der Beratung und Betreuung erheblich zur Verbesserung der Studienbedingungen, im Bereich der Lehre in weiten Teilen zur Steigerung der Lehrqualität beigetragen werden. Angesichts der kurzen Projektlaufzeit sowie der stetig zunehmenden Studierendenzahlen war allerdings nicht zu erwarten, in allen Bereichen kurzfristige Trendwenden zu erzielen. (Der Schlussbericht steht in der rechten Spalte zum Download zur Verfügung.)

Es wird davon ausgegangen, dass die Projektmaßnahmen insgesamt mehr positive Effekte als derzeit statistisch nachweisbar erzeugt haben, da diese sich in den üblicherweise nachlaufend reagierenden Datenbeständen der Studierenden‐ und Evaluationsstatistik noch nicht niederschlagen konnten.

In der zweiten Förderphase werden die erfolgreich implementierten Maßnahmenpakete zur Konsolidierung der Verbesserungen in Studium und Lehre nicht nur weitergeführt, sondern zur Steigerung ihres Wirkungsgrades insbesondere in den Bereichen mit bisher nicht zufriedenstellender Zielerreichung problemorientiert ausgebaut. Der Fokus des Ausbaus liegt hierbei auf

  • dem Aufbau eines automatisierten Frühwarnsystems zur individuellen computergestützen Studienselbstreflexion mit unmittelbarer Anbindung an die Fachstudienberatung,

  • der Verstärkung der Stellen für Fachlehrerinnen und Fachlehrer für die mathematisch‐naturwissenschaftliche Grundlagenvermittlung in den Ingenieur‐ und Wirtschaftswissenschaften,

  • der Ausweitung der Laborlehre unter besonderer Berücksichtigung der Kompetenzvermittlung in den hochtechnologischen Verfahren des 3D‐Scannens und 3D-Druckens sowie

  • ​​dem Aufbau einer akademischen Personalentwicklung zur Optimierung und Ausweitung der hochschuldidaktischen Schulungen des Lehrpersonals.

​​Eine quantitativ sowie qualitativ hochwertige Beratung und Betreuung in der Studieneingangsphase, die Förderung der Studierfähigkeit der Studienanfängerinnen und -anfänger sowie eine den Anforderungen der Heterogenität von Bildungsbiographien gerecht werdende Lehre sind weiterhin die einer Steigerung der Studienerfolgsquoten verpflichteten Zielsetzungen des Projektes.​

 

Kontakt​

Projektleitung und -managment

Jörg Balcke-O'Neill​


Tel. +49 211 4351-8105
Fax +49 211 4351-18105

joerg.balcke-oneill@hs-duesseldorf.de

Besuchsadresse:

Prof.-Neyses-Platz 4 (5. OG)
40476 Düsseldorf

Postanschrift:

Münsterstraße 156 / PNP
40476 Düsseldorf

 

 

berichte und Broschüren zum projekt "STEPS"

Schlussbericht zur ersten Förderphase


Infobroschüre für Schüler und Studierende