Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

​​​​​​​​​​​​​​​​​​Neuigkeiten zum HSD-Moodle PR​ojekt


 

20.05.2019​​​​

​ Interview mit einer unserer Digitalisierungsbegleiterinnen!​


Im neusten Beitrag finden Sie ein Interview mit einer unserer Digitalisierungsbegleiterinnen. Dabei wird in erster Linie ein interessanter Praxiseinblick in die Tätigkeit vermittelt. Außerdem sprechen wir über Fähigkeiten, die ein Digitalisierungsbegleiter mitbringen sollte, über den Einsatz der eigenen Kreativität bei der Tätigkeit, über Herausforderungen auf die ein Digitalisierungsbegleiter stoßen kann und vieles mehr! ​

Viel Spaß beim Lesen!


Hi Debbi, stell dich doch bitte einmal kurz vor.​ 
 
Mein Name ist Debora Gonzalez, ich studiere im 6. Semester Business Administration im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Meine Spezialisierungen sind im Bereich Marketing, VWL und IT. 
 
 
Wie bist du auf die Stelle als Digitalisierungsbegleiterin gestoßen?
 
Ich bin innerhalb einer Veranstaltung von meiner Dozentin darauf gestoßen. Vor der Vorlesung hat sie die Stelle als studentische Hilfskraft erwähnt und auf die Stellenanzeige verwiesen. Ich habe mich anschließend mit Frau Kober in Verbindung gesetzt und dann alle Informationen bezüglich Schulungen und Tätigkeiten erhalten.
 


Hast du vorher schon Berührungspunkte mit Digitalisierungsinhalten wie z.B.
E-Learning gehabt?
 
Nein, ich habe in der Vergangenheit noch nicht viel mit E-Learning-Inhalten gearbeitet. Wir haben zwar im Abitur die Möglichkeit gehabt, über Moodle Inhalte herunterzuladen, allerdings haben wir das volle Potenzial dieses Programms bei Weitem nicht ausgenutzt. Auch mit Schnittprogrammen für Foto und Video habe ich vorher noch nicht gearbeitet. Aber unsere Generation wächst ja praktisch mit der Technik auf, daher habe ich mich schon gut in die Programme und Inhalte einarbeiten können.


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Was muss ein Digitalisierungsbegleiter deiner Meinung nach alles mitbringen?
 
Oft ist die Erwartung der Professoren, bezogen auf die Menge der zu erledigenden Arbeit, recht hoch. Diese möchten am liebsten viel in kurzer Zeit erledigt haben. Wenn man da nicht zwischendurch interveniert, bekommt man zu viele „To Do’s“, welche man nicht alle in der vorhandenen Zeit erledigen kann. Aus diesem Grund denke ich, dass es wichtig ist, als Digitalisierungsbegleiter ein gewisses Durchsetzungsvermögen mitzubringen, um mit den Professoren auch mal in einen Dialog treten zu können. Um dafür von vornherein vorbereitet zu sein, haben wir zum Thema „Kommunikation mit dem Dozenten“ auch Schulungsinhalte erhalten. So sollte man diese Durchsetzungsfähigkeit schon mitbringen, allerdings wird durch die Schulung eine sehr gute Hilfestellung gegeben.
 
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Digitalisierungsbegleiter auch kreativ tätig werden kann. Stimmt das und hilft es einem, wenn man eine „kreative Ader“ hat?
 
Ja das stimmt schon. Es kommt immer stark darauf an, was sich der Dozent für seinen Unterricht vorstellt und welche Inhalte er sich wünscht. Manche möchten z.B. im ersten Schritt nur einen Online Fragenkatalog in die Vorlesung einbinden. Darauf aufbauend haben manche Professoren das Ziel, einen Moodle-Kurs zu erstellen. Dabei kann man sie z.B. sehr gut bei der Gestaltung von bestimmten Lernvideos unterstützen. Dabei geht es dann um das Schneiden des Videos oder auch das Einfügen unterstützender Darstellungen zur Vorlesung.
 
Bei deiner Tätigkeit wird der Student teilweise zum Lehrenden bezüglich Fragen der Digitalisierung. Wie empfindest du diesen „Rollentausch“?
 
Auch diese Frage haben wir im Rahmen unserer Schulungsphase bereits besprochen. Gemeinsam haben wir festgestellt, dass es sehr wichtig ist, dass der Dozent auf der gleichen Augenhöhe mit den Digitalisierungsbegleitern agiert und diese nicht als Student, sondern als Berater in Fragen der Digitalisierung sieht. Der Professor nimmt so die Rolle eines Lernenden ein. Dies bedarf viel Akzeptanz und Offenheit auf Seiten der Dozenten, die Hilfe des Digitalisierungsbegleiters auch anzunehmen.
Der Dozent sollte zudem auch seine Vorstellung zur Kursgestaltung deutlich machen bzw. sich die Zeit dafür nehmen, sodass der Digitalisierungsbegleiter auch richtig auf die Wünsche des Dozenten eingehen kann.
In der Praxis hat sich auch gezeigt, dass diese Eigenschaften sehr wichtig sind.
Ich kann allerdings für mich ganz klar sagen, dass ich mich sehr gut mit meiner Dozentin verstehe und ich auch mittlerweile ein gutes Gefühl für ihre Vorstellungen und Wünsche erlangt habe. Ich war zu Anfang der Tätigkeit noch etwas zurückhaltend, allerdings bin ich in kurzer Zeit immer sicherer geworden und kann meine Dozentin mittlerweile sehr gut beraten. Die Frage nach Akzeptanz oder ähnlichem hat sich bei mir eigentlich gar nicht gestellt. Dieses positive Feedback habe ich übrigens auch von anderen Digitalisierungsbegleitern mitbekommen.
           
 
Wie unterstützt du deine Dozentin konkret und was sind deine Hauptaufgaben?
 
In erster Linie helfe ich meiner Dozentin, ihren Moodle-Kurs zu gestalten. Sie hat zu ihrem Kurs einen Fragenpool, welchen sie gerne in Form von einzelnen interaktiven Aufgaben in Moodle einbinden möchte. Das System bietet eine große Fülle an Möglichkeiten, Aufgaben interaktiv zu gestalten. So können beispielsweise sog. „Multiple Choice Fragen“ erstellt werden, Lückentexte zur Verfügung gestellt werden oder auch Grafiken via Drag and Drop einzelnen Antwortmöglichkeiten zugeordnet werden. Dabei bin ich dafür zuständig, den idealen Aufgabentyp für die Vorstellungen meiner Dozentin auszuwählen und diesen anschließend auch entsprechend zu gestalten und dann in Moodle hochzuladen.
Außerdem gehört es zu meiner Aufgabe, die Lernvideos meiner Dozentin in Moodle einzubetten und gegebenenfalls zu schneiden oder auch noch entsprechend zu gestalten.
 
 
Auf welche Herausforderungen bist du im Rahmen deiner Tätigkeit bis jetzt gestoßen?
 
 
Wir haben, wie ja wie bereits erwähnt, eine sehr umfangreiche Schulung vor Beginn der Tätigkeit erhalten. Doch wie es öfter in der Berufspraxis ist, lernt man das Wissen erst in der Praxis richtig anzuwenden und wächst mit seinen Aufgaben. Beispielsweise das Erstellen von Lückentexten, welche mithilfe eines bestimmten Codes in das System eingebettet werden müssen. Zu Anfang habe ich mich noch sehr an meinen Lernunterlagen orientiert und dies als schwer empfunden, mit der Zeit fallen mir die Aufgaben allerdings immer leichter. Falls es mal zu sehr großen Herausforderungen kommt, die auch mein Wissen überfordern, kann ich mich auch an verschiedene Ansprechpartner wenden, die mir auch sofort zur Seite stehen und mich unterstützen.​

Wie siehst du die Zukunft von E-Learning?
 
Ich denke, dass der Bereich des E-Learning in Zukunft deutlich wachsen wird. Schon heute arbeiten einige Professoren des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften erfolgreich mit den Methoden.
So werden bereits ganze Live-Vorlesungen online gehalten und auch die entsprechende Nachbereitung der Inhalte mit Onlineaufgaben gefördert. So denke ich, dass auch in Zukunft viel mehr Professoren diese Möglichkeiten wahrnehmen und in ihre Lehre integrieren werden.
 
Kannst du die Tätigkeit gut neben dem Studium ausüben?
 
Grundsätzlich kann man die Tätigkeit gut neben dem Studium ausüben. Man muss sich dabei allerdings immer mit seinem Dozenten verständigen. So sollten die Deadlines für bestimmte Aufgaben so gelegt bzw. vereinbart werden, dass diese auch mit dem Vorlesungsplan oder anderen Studienterminen harmonieren.
Der Großteil der Digitalisierungsbegleiter arbeitet von Zuhause aus. Dies macht die Tätigkeit sehr flexibel, sodass man zum Teil sehr gut ein eigenes Zeitmanagement realisieren kann.
 
Das hört sich ja gut an, aber in der Klausurphase wird ja bekanntlich die Zeit knapper. Wie sieht es denn da zeitlich aus?
 
Bezogen auf die Klausurphase kann man für diese Zeit vorarbeiten oder sich einfach mit dem Dozenten verständigen, um sich ganz auf das Lernen zu konzentrieren.

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11.04.2019​​​​

​ Digitalisierungsbegleiter/innen nehmen ihre Arbeit auf!​


 

Das neue Semester hat begonnen und somit sind auch unsere ersten Digitalisierungsbegleiter/innen im Einsatz. 


Nachdem die Digitalisierungsbegleiter/innen die 4-wöchige Qualifizierungsphase absolviert haben, assistieren sie nun ihren Dozenten/innen bei der Umsetzung von E-Learning Content als auch bei der Auswahl geeigneter Lehrformate. In der Qualifizierungsphase haben die Digitalisierungsbegleiter/innen z.B. gelernt, wie man die Lehr-/Lernplattform Moodle optimal für die Lehre einsetzt. Außerdem haben sie Wissen über wichtige Grundlagen der E-Didaktik erhalten sowie den Umgang mit Programmen wie Adobe Connect, H5P oder auch Camtasia erlernt.


Zurzeit besteht das Team aus 14 Digitalisierungsbegleiter/innen, welche insgesamt 13 Professoren/innen aus den Fachbereichen Maschinenbau & Verfahrenstechnik, Elektro- & Informationstechnik, Medien, Wirtschaftswissenschaften, Sozial- & Kulturwissenschaften sowie das Institut für wissenschaftliche Weiterbildung unterstützen.

In Kürze werden wir Ihnen einen genaueren Praxiseinblick in die Tätigkeit der Digitalisierungsbegleiter/innen geben.​



​​Blogbeiträge aus den vergangenen Semestern finden Sie unter der Kategorie "Ältere BlogBEIträge​".


 



 



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