29. September | ab 19:00 Uhr | Hochschule Düsseldorf, Gebäude 7 (Anmeldung und Gästeliste erforderlich)
Im Rahmen des Creative Remembrance Barcamps für junge Künstler*innen aus der Ukraine und Deutschland freuen wir uns sehr, Arbeiten von Daria Molokoeidova und Cornelius Schaper präsentieren zu dürfen.
Wir freuen uns darauf, unsere Gäste aus der Ukraine willkommen zu heißen, und laden alle Interessierten - Freundinnen, Künstlerinnen, Studierende und neugierige Menschen - herzlich dazu ein, gemeinsam mit uns einen Abend voller Film, künstlerischem Austausch und Gesprächen zu verbringen.
Cornelius Schaper präsentiert
digital debris: ein kurzer Einblick in eine fortlaufende künstlerische Recherche 20 Minuten
Im 21. Jahrhundert sammeln wir zunehmend Informationen über unsere Umgebung, Orte und Räume, alltägliche Handlungen und Ereignisse digital und online.
Dieses Projekt erforscht die digitalen Erinnerungen an Orte in der heutigen Ukraine, die nicht mehr existieren oder beschädigt wurden. In der digitalen Erinnerung bestehen diese Orte durch Google-Bewertungen von Cafés, Restaurants und Freizeiteinrichtungen, durch Beiträge und Kommentare auf Facebook, Videos auf YouTube, Fotogalerien auf Instagram sowie durch viele andere Spuren im Internet fort.
Dies sind nur einige Beispiele für Erinnerungen an einen Alltag, den es nicht mehr gibt - Erinnerungen, die die Brüche zwischen analoger und digitaler Realität sichtbar machen.
Cornelius Schaper arbeitet als Video- und Performancekünstler sowie als Dramaturg im Bereich der darstellenden Künste. Seine künstlerische Praxis ist Teil einer fortlaufenden Auseinandersetzung mit Tradition, Gedenken und Erinnerung.
Daria Molokoeidova präsentiert
The Dolphin Who Lives His Life and Eats Cakes40 Minuten
Sprachen: Russisch und Ukrainisch, mit ukrainischen und englischen Untertiteln
Ein sommerlicher Roadmovie voller jugendlicher Erkenntnisse und Reflexionen über Liebe, Zeit und das Leben. Im Mittelpunkt steht ein junger Mensch, der anderthalb Monate lang die folgende Route bereist:
Kramatorsk - Charkiw - Dnipro - Krywyj Rih - Oleschky-Sande - Cherson - Oleksandriwka - Ternopil - Travnewe - Mariupol - Odessa
„Der Film wurde 2021 gedreht, als ich 19 Jahre alt war. Es war eine Zeit meiner ersten Kunstresidenzen, von Reisen mit Freund*innen, des Verliebens und intensiver Erfahrungen mit der Welt. Der Film hält auch die letzte Friedenszeit fest - vor der umfassenden Invasion -, als die Städte, in denen diese Ereignisse stattfanden, noch in einer anderen Realität existierten", sagt Daria.
Heute wirkt der Film wie ein nostalgisches Archiv der Jugend: naiv, offen, aufrichtig und voller Vertrauen in sich selbst und in die Welt.
Im Anschluss gibt es ein Gespräch über die Werke und das Projekt "Creative Remembrance", moderiert von Kateryna Osypchuk und Eva Piňosová.