Die Düsseldorfer Wissenschaftseinrichtungen hatten eingeladen – und viele Menschen kamen: Die sechste Nacht der Wissenschaft hat am Freitag, 11. September 2026, zahlreiche Besucher*innen auf den Schadowplatz und ins Haus der Universität gelockt. Trotz regnerischen Wetters und zeitweise langer Warteschlangen nutzten viele Interessierte die Gelegenheit, Forschung aus Düsseldorf unmittelbar kennenzulernen. Auch die Hochschule Düsseldorf (HSD) zieht eine positive Bilanz: An ihren Ständen, bei den Vorträgen und im Wissenschaftstalk wurde bis in den späten Abend gefragt, diskutiert und ausprobiert.
„Die große Resonanz zeigt, wie viel Interesse an Wissenschaft und Forschung in unserer Stadt besteht. Besonders gefreut hat mich, mit welcher Neugier die Besucherinnen und Besucher auf unsere Forschenden zugegangen sind und wie schnell sich Gespräche über ganz unterschiedliche Themen entwickelt haben. Genau dieser unmittelbare Austausch macht die Nacht der Wissenschaft für uns so wertvoll“, sagt Prof. Dr. Manfred Wojciechowski, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Hochschule Düsseldorf. „Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Ausgabe.“
Wie groß das Interesse war, zeigte sich bereits am frühen Abend im Haus der Universität. Der Vortrag von Prof. Mareike Schulze-Föcking vom Fachbereich Design zum Thema „The ‚I‘ and the Machine“ stieß auf große Resonanz. Der Vortragssaal war bis auf den letzten Platz besetzt. Auch nach Ende des rund halbstündigen Vortrags war das Thema längst nicht abgeschlossen: Zahlreiche Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, weitere Fragen zur KI-generierten Erstellung von Bildern zu stellen und mit der Professorin ins Gespräch zu kommen.
Auch im großen Aktionszelt auf dem Schadowplatz präsentierte sich die HSD mit zahlreichen Angeboten. Dabei wurde die große Bandbreite der anwendungsorientierten Forschung an der Hochschule sichtbar. Die Besucher*innen konnten sich unter anderem mit Künstlicher Intelligenz und Extended Reality, intelligenten Energiesystemen, Robotik und Industrie 5.0, zirkulärem Bauen sowie Messverfahren mit elektromagnetischen Wellen beschäftigen. Ebenso standen gesellschaftliche Fragen wie digitale Teilhabe, politische Entwicklungen und Verantwortung im digitalen Raum im Mittelpunkt. Viele der Angebote luden ausdrücklich zum Ausprobieren und zum direkten Gespräch mit den Forschenden ein.
Über den gesamten Abend hinweg beteiligten sich Wissenschaftler*innen der HSD außerdem mit Vorträgen und einem Wissenschaftstalk am Programm. Themen wie gesellschaftliche Teilhabe, Future Skills, digitale Verantwortung oder der Einfluss autoritärer nationalistischer Bewegungen eröffneten weitere Perspektiven und machten deutlich, dass Forschung an der HSD technische, gestalterische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen miteinander verbindet.
Alle zwei Jahre
Die Nacht der Wissenschaft wird alle zwei Jahre von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gemeinsam mit der Hochschule Düsseldorf, dem Forschungszentrum Jülich, dem Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien und dem Deutschen Diabetes-Zentrum veranstaltet. Mit mehr als 60 Beiträgen verwandelte die sechste Ausgabe den Schadowplatz und das Haus der Universität erneut für einen Abend in einen Treffpunkt für Wissenschaft und Stadtgesellschaft.
Nach einem Abend mit vielen Gesprächen, neugierigen Fragen und großem Interesse an den Forschungsprojekten fällt die Bilanz der HSD entsprechend positiv aus.
Die nächste Nacht der Wissenschaft kann kommen.