Mit ihrem interaktiven Mottowagen „Bildungs-Casino“ hat die Hochschule Düsseldorf (HSD) erstmals am Düsseldorfer Rosenmontagszug teilgenommen – und ist damit als erster digitaler Wagen in die Geschichte des Düsseldorfer Rosenmontagszugs eingegangen. Rund 80 Studierende und Mitarbeitende begleiteten den Wagen durch die Innenstadt und setzten mit Kreativität, Humor und klarer Haltung ein sichtbares Zeichen für Bildung und gesellschaftliches Engagement. „Für uns war diese Premiere ein starkes Statement: Wir bringen unsere Themen dorthin, wo die Stadt zusammenkommt“, betont Professorin Felicitas Rohden aus dem Fachbereich Design, die gemeinsam mit ihren Studierenden die Idee hinter dem Mottowagen umgesetzt hat. „Dass wir als erste Hochschule mit einem vollständig digitalen Wagen vertreten waren und damit auch im WDR ausführlich zu Wort kamen, zeigt, wie groß das Interesse an unseren Impulsen ist. Das war für alle Beteiligten ein einmaliges Erlebnis.“ Der Wagen, konzipiert und gestaltet von Studierenden und Lehrenden der Fachbereiche Design und Medien, verband klassische Karnevalsatmosphäre mit digitaler Technologie. Gefertigt aus bedrucktem Alu-Dibond und ausgestattet mit rund zehn Quadratmetern LED-Wänden, präsentierte sich das „Bildungs-Casino“ als interaktive Installation. Per Buzzer oder QR-Code konnten Zuschauerinnen und Zuschauer ein digitales Glücksspiel starten: Bei drei gleichen Symbolen erschienen pointierte Kommentare zu aktuellen Entwicklungen im Bildungswesen – etwa „Online geklickt – in Bürokratie erstickt“ oder „Dosenfraß statt Mensa-Spaß“. Auf humorvolle und zugleich kritische Weise brachten die Studierenden so ihre Perspektiven in den öffentlichen Diskurs ein.Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Mottowagen auch durch die Berichterstattung des WDR-Fernsehens, das während der Übertragung des Rosenmontagszuges ein ausführliches Gespräch mit Professorin Rohden führte. Damit erreichte das Projekt ein breites Publikum weit über die Zugstrecke hinaus und machte die inhaltlichen Anliegen der Hochschule landesweit sichtbar.Konzipiert und realisiert wurde das „Bildungs-Casino“ in den Werkstätten und Laboren des Fachbereichs Design. Studierende aus zwei Disziplinen arbeiteten interdisziplinär zusammen – von der Gestaltung über die Programmierung bis zur technischen Umsetzung; auch die Kostüme der Fußgruppe wurden eigenständig entworfen und gefertigt. Für die Teilnehmenden war der Umzug nicht nur ein organisatorischer Erfolg, sondern vor allem ein gemeinschaftliches Erlebnis mit spürbarer Begeisterung und viel Freude.Mit ihrer Teilnahme unterstreicht die HSD ihr Selbstverständnis als aktiver Teil der Düsseldorfer Stadtgesellschaft. Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam Nachhaltig Wirken“ bringt sie ihre Kompetenzen auch in kulturelle Formate ein. Die Premiere im Rosenmontagszug hat deutlich gemacht: Die Hochschule Düsseldorf gestaltet den öffentlichen Diskurs mit – innovativ, engagiert und mitten in der Stadt.Ermöglicht wurde die Teilnahme durch die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Düsseldorf sowie durch Wurfmaterialspenden von Katjes und weiteren Partnern. Auch zahlreiche Mitarbeitende aus der Verwaltung trugen im Hintergrund zur erfolgreichen Realisierung bei.