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HSD / Türen auf mit der Maus, ISAVE, Akustik
08.10.2026

Kleine Wunder der Akustik: HSD öffnet erstmals Türen für Maus-Fans

​​​​​​​Wie klingt ein Raum, in dem es praktisch keinen Schall gibt? Und was passiert mit einem Geräusch, wenn es immer wieder von Wänden reflektiert wird? Beim Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ konnten Kinder und ihre Familien am vergangenen Samstag an der Hochschule Düsseldorf (HSD) die faszinierende Welt der Akustik entdecken. Zum ersten Mal beteiligte sich die HSD an dem bundesweiten Aktionstag des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Unter dem diesjährigen Motto „Kleine Wunder“ öffnete das Institut für Sound and Vibration Engineering (ISAVE) des Fachbereichs Medien seine besonderen Akustikräume. Das Interesse war groß: Alle angebotenen Zeitfenster waren restlos ausgebucht.
 
„Akustik begegnet uns überall im Alltag, bleibt aber häufig unsichtbar. Gerade deshalb ist es spannend, ihre Wirkung unmittelbar erfahrbar zu machen. Wenn Kinder selbst ausprobieren können, wie unterschiedlich sich ein und dasselbe Geräusch in verschiedenen Räumen verhält, wird aus einem physikalischen Phänomen ein echtes Erlebnis“, sagt Prof. Dr. Jochen Steffens vom Fachbereich Medien. Gemeinsam mit Doktorand Markus von Berg führte er die jungen Besucher*innen und ihre Begleitpersonen durch den reflexionsarmen Raum und den Hallraum der HSD.
 
Dabei war ausdrücklich Mitmachen angesagt. So durften die Kinder Luftballons zunächst im reflexionsarmen Raum und anschließend im Hallraum zerplatzen lassen. Während der Knall im einen Raum nahezu unmittelbar verschwand, wurde er im anderen durch zahlreiche Reflexionen deutlich länger hörbar. Bei einem weiteren Experiment galt es, mit geschlossenen Augen die Geräusche einer Maus im Raum zu lokalisieren. Besonders eindrucksvoll war für viele der Aufenthalt im reflexionsarmen Raum selbst: Weil dort nahezu alle Schallreflexionen unterdrückt werden, können plötzlich Geräusche des eigenen Körpers wie der Herzschlag oder das Rauschen des Blutes wahrnehmbar werden.
 
Der reflexionsarme Raum des ISAVE ist ein Vollfreifeldraum und erreicht einen Ruhepegel von weniger als 3 dB(A). Möglich wird dies unter anderem durch seine Raum-in-Raum-Konstruktion, die federnde Lagerung des Innenraums und absorbierende Keile an allen Raumflächen. In der Forschung wird er beispielsweise für die Untersuchung technischer Schallquellen und Lautsprechersysteme, für die Kalibrierung von Mikrofonen sowie für Hörversuche und Wahrnehmungsexperimente genutzt. Seine begehbare Konstruktion ermöglicht zudem Untersuchungen an größeren Geräten und sogar Fahrzeugen.
 
Das akustische Gegenstück befindet sich direkt nebenan: Im Hallraum sorgen glatte, schräg konstruierte Wände und Deckensegel dafür, dass Schall möglichst lange und vielfach reflektiert wird. Der Raum wird unter anderem für Messungen von Schallabsorption und Schallleistung eingesetzt. Im direkten Vergleich der beiden Räume konnten die Besucher*innen unmittelbar erleben, welchen Einfluss die räumliche Umgebung darauf hat, wie wir Geräusche wahrnehmen.
 
Beide Räume gehören zum Institut für Sound and Vibration Engineering (ISAVE) im Fachbereich Medien der Hochschule Düsseldorf. Unter dem übergeordneten Thema Akustik bündelt das Institut Forschungsaktivitäten in den Bereichen Tonstudiotechnik, Strömungstechnik und Strömungsakustik, Musikinformatik und musikalische Akustik sowie Technische Akustik und Industrial Sound Design. Die besondere technische Ausstattung ermöglicht dabei sowohl anwendungsorientierte Forschung als auch Lehre und experimentelle Untersuchungen unter kontrollierten akustischen Bedingungen.​​​

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Ein Mitarbeiter des Instituts ISAVE an der Hochschule Düsseldorf erklärt einer Gruppe aus Kindern und Erwachsenen ein Messgerät. Die Teilnehmenden stehen in einem hellen Raum und verfolgen die Vorführung beim Aktionstag „Türen auf mit der Maus“.
Kalmbach/HSD
Wie funktioniert Schall? Beim Aktionstag Türen auf mit der Maus am 3. Oktober 2026 erhielten Kinder und ihre Eltern am Institut ISAVE der Hochschule Düsseldorf spannende Einblicke in die Welt der Akustik.

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Ein Mitarbeiter des Instituts ISAVE der Hochschule Düsseldorf demonstriert Kindern bei „Türen auf mit der Maus“ ein Experiment mit einem pinken Luftballon in einem schallabsorbierenden Raum. Mehrere Kinder schauen zu, eines hält sich die Ohren zu.
Kalmbach/HSD
Markus von Berg erklärt den Besucher*innen die Effekte im reflexionsarmen Raum
Professor Jochen Steffens lehnt an einer Betonwand und hält einen Lautsprecher in der Hand. Neben ihm hängt ein gelbes Veranstaltungsplakat zum Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ 2026.
Holzammer/HSD
Professor Jochen Steffens gibt vor dem Besuch in den beiden Räumen eine kurze Einführung
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