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HSD / Klimaneutralität, Emissionsreduktion, Bericht
20.04.2026

Erster NRW-Gesamtbericht zu Treibhausgasen: HSD senkt Emissionen um mehr als die Hälfte

​​​Die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen machen ihre Fortschritte im Klimaschutz erstmals transparent und vergleichbar: 14 Universitäten und 16 Hochschulen für Angewandte Wissenschaften haben nun gemeinsam mit der Landesregierung eine einheitliche Treibhausgasbilanz vorgelegt.

Der veröffentlichte Gesamtbericht für die Jahre 2019 bis 2021 zeigt, dass die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung entfalten: Durch den verstärkten Einsatz von Ökostrom konnten die Emissionen im Stromverbrauch um 28 Prozent gesenkt werden. Insgesamt verursachten die 30 öffentlich-rechtlichen Hochschulen im Jahr 2021 rund 441.000 Tonnen CO₂-Äquivalente – etwa so viel wie eine Stadt mit 40.000 Einwohnern.

Die gemeinsame Bilanz schafft erstmals eine belastbare Datengrundlage für den Klimaschutz an Hochschulen in NRW. Sie geht auf eine Initiative der Landesregierung zurück und soll künftig jährlich fortgeschrieben werden; die Berichte für 2022 und 2023 sind bereits in Vorbereitung. 

Hochschule Düsseldorf reduziert Emissionen deutlich – und spart Kosten

Die Hochschule Düsseldorf (HSD) hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte erzielt. Seit 2018 konnten die Treibhausgasemissionen um rund 56 Prozent reduziert werden – von etwa 6.100 Tonnen auf 2.670 Tonnen CO₂-Äquivalente. Auch die Pro-Kopf-Emissionen sind im gleichen Zeitraum deutlich gesunken.

Ein wesentlicher Beitrag dazu wurde durch Maßnahmen im Gebäudebereich erreicht. Dazu zählen unter anderem die konsequente Umstellung auf LED-Beleuchtung, der Einsatz von Präsenzmeldern, die Optimierung von Lüftungsanlagen sowie ein insgesamt effizienterer Gebäudebetrieb. Auch der Bezug von Ökostrom trägt zur positiven Entwicklung bei.

Die Maßnahmen zeigen dabei nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Wirkung: Investitionen von rund 396.000 Euro stehen Einsparungen von etwa 2,9 Millionen Euro gegenüber. Damit hat die Hochschule durch ihre Klimaschutzmaßnahmen bislang einen deutlichen finanziellen Überschuss erzielt.

„Klimaschutz ist für uns kein reiner Kostenfaktor, sondern auch eine Investition in die Zukunftsfähigkeit der Hochschule. Die bisherigen Einsparungen zeigen, dass sich konsequentes Handeln sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich auszahlt“, sagt Martina Daniel, Klimaschutzmanagerin der Hochschule Düsseldorf.

„Klimaschutz verstehen wir an der Hochschule Düsseldorf als gemeinsame Aufgabe. Unser Leitbild ‚Gemeinsam nachhaltig wirken‘ ist dabei Anspruch und Orientierung zugleich – im Campusbetrieb ebenso wie in Lehre, Forschung und Transfer. Die bisherigen Fortschritte zeigen, dass wir diesen Weg konsequent gehen. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass wir unser Ziel der Klimaneutralität bis 2030 nur erreichen, wenn wir diesen Anspruch weiter gemeinsam mit allen Hochschulangehörigen leben“, sagt Präsidentin Prof. Dr. Edeltraud Vomberg.

Weitere Schritte erforderlich – insbesondere im Bereich Mobilität

Die Ergebnisse des NRW-Gesamtberichts machen deutlich, dass der Gebäudebereich landesweit den größten Einfluss auf die Emissionen hat. Gleichzeitig zeigen sie, dass in anderen Handlungsfeldern weiterhin Potenziale bestehen.

An der HSD gilt dies insbesondere für den Bereich Mobilität. Während die Emissionen aus dienstlichen Reisen während der Corona-Pandemie deutlich zurückgingen, steigen sie seit knapp drei Jahren wieder an. Langfristig wird entscheidend sein, wie sich Pendelverhalten, Dienstreisen und internationale Mobilität nachhaltig gestalten lassen.

Hier setzt die Hochschule Düsseldorf mit konkreten Maßnahmen an: Spätestens im Jahr 2027 werden in der Tiefgarage des Campus zehn Ladepunkte für private Elektrofahrzeuge errichtet. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der landesweiten Ausbauoffensive für Ladeinfrastruktur (AOLIS), die vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen koordiniert wird. Grundlage ist ein mehrjähriger Prozess, der 2023 mit ersten Planungen begann und 2025 in die vertragliche Umsetzung mit einem externen Dienstleister mündete.

Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur schafft die Hochschule gezielt Anreize für klimafreundlichere Mobilität im Alltag von Studierenden und Beschäftigten.

Strategischer Rahmen für nachhaltige Entwicklung

Die Fortschritte der HSD basieren auf einer klaren strategischen Grundlage. Bereits 2019 hat die Hochschule ein integriertes Klimaschutzkonzept mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2030 verabschiedet.

Darauf aufbauend wurde in einem breit angelegten, partizipativen Prozess eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) orientiert. Sie verankert Nachhaltigkeit systematisch in den zentralen Handlungsfeldern der Hochschule – von Studium und Lehre über Forschung und Transfer bis hin zu Betrieb und Governance.

Mit der Einrichtung eines zentralen Nachhaltigkeitsbüros, das im Oktober 2024 seine Arbeit aufgenommen hat, stärkt die Hochschule zudem die strukturelle Verankerung des Themas und schafft klare Zuständigkeiten für die weitere Umsetzung.

Gemeinsamer Weg zur Klimaneutralität

Mit der erstmaligen gemeinsamen Treibhausgasbilanzierung haben die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen eine wichtige Grundlage geschaffen, um ihre Klimaschutzmaßnahmen künftig noch besser aufeinander abzustimmen und voneinander zu lernen.

Auch die Hochschule Düsseldorf wird diesen Weg konsequent weitergehen und ihre Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen kontinuierlich weiterentwickeln.

Den THG-Gesamtbericht der Hochschulen NRW finden Sie hier: https://www.wirtschaft.nrw/themen/klimaschutz/klimaschutz-hochschulen 
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Luftaufnahme des Campus Derendorf der Hochschule Düsseldorf: Im Vordergrund ein modernes Gebäude mit Glasfassade und Solarpaneelen auf dem Dach, davor Studierende auf einem Platz; im Hintergrund weitere Gebäude, Grünflächen und Bahngleise.
Hochschule Düsseldorf/Fachbereich Medien
Der Campus Derendorf der Hochschule Düsseldorf: Maßnahmen im Gebäudebereich – darunter Photovoltaik und energieeffizienter Betrieb – tragen maßgeblich zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bei

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