LeSuBiA-Dunkelfeldstudie: Gewalt bleibt häufig unsichtbar
Weniger als zehn Prozent der Gewalterfahrungen in Deutschland werden angezeigt. Bei psychischer und körperlicher Gewalt in (Ex-)Partnerschaften liegt die Anzeigequote teils unter fünf Prozent. Das zeigt die aktuelle Dunkelfeldstudie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag“ (LeSuBiA), durchgeführt vom Bundeskriminalamt in Kooperation mit Bundesministerien.
Besonders häufig betroffen sind Frauen, junge Menschen, Personen mit Migrationsgeschichte sowie Angehörige der LSBTIQ*-Community. Die Ergebnisse basieren auf der Befragung von rund 15.000 Personen zwischen 16 und 85 Jahren und liefern erstmals umfassende, geschlechterübergreifende Daten zu Gewalterfahrungen in Deutschland. Die Studie soll eine empirische Grundlage für Prävention, Opferschutz und politische Maßnahmen schaffen.
Zur den Ergebnissen der Studie und weiteren Information zu LeSuBiA geht es hier.