Wissenswertes
Gehirnfood: Essen für einen klaren Kopf
Ob Vorlesung, Hausarbeit oder Prüfungsphase: Unser Gehirn läuft jeden Tag auf Hochtouren. Damit Konzentration, Aufmerksamkeit und Denkleistung möglichst stabil bleiben, braucht es eine regelmäßige Versorgung mit Energie und wichtigen Nährstoffen.
Besonders hilfreich sind Lebensmittel mit komplexen Kohlenhydraten, zum Beispiel Vollkornbrot, Haferflocken, Reis, Kartoffeln oder Hülsenfrüchte. Sie liefern Energie über einen längeren Zeitraum und können dabei helfen, Leistungstiefs während langer Lernphasen zu vermeiden. Auch gesunde Fette spielen eine wichtige Rolle. Die Omega-3-Fettsäure DHA trägt zur normalen Gehirnfunktion bei und ist beispielsweise in fettreichen Fischen wie Lachs, Hering oder Makrele enthalten.
Ein weiterer Tipp: Statt den ganzen Tag nichts zu essen und abends eine große Mahlzeit zu sich zu nehmen, sind regelmäßige Mahlzeiten meist die bessere Wahl. So bleibt der Energielevel konstanter und das Lernen fällt oft leichter.
Gut für den Lernalltag:
- Vollkornprodukte statt Weißmehlprodukte
- Nüsse als Snack für zwischendurch
- Obst und Gemüse für Vitamine und Mineralstoffe
- Regelmäßig essen statt Mahlzeiten ausfallen lassen
Was dein Körper wirklich braucht
Zwischen Vorlesungen, Nebenjob und Freizeit bleibt Ernährung manchmal Nebensache. Trotzdem braucht dein Körper jeden Tag wichtige Nährstoffe, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Dazu gehören Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und ausreichend Flüssigkeit.
Bei Studierenden können bestimmte Nährstoffe besonders relevant sein. Dazu zählen beispielsweise Eisen, Vitamin D und Jod. Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, sollte außerdem auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 achten.
Viele Produkte versprechen eine einfache Lösung in Form von Nahrungsergänzungsmitteln. Für die meisten gesunden Menschen gilt jedoch: Eine abwechslungsreiche Ernährung ist die beste Grundlage für eine gute Nährstoffversorgung. Nahrungsergänzungsmittel sind meist nur dann sinnvoll, wenn ein Mangel festgestellt wurde oder besondere Bedürfnisse bestehen.
Einfach umgesetzt:
- Täglich Obst und Gemüse einplanen
- Regelmäßig Vollkornprodukte wählen
- Hülsenfrüchte, pflanzliche Milchprodukte oder andere pflanzliche Proteinquellen integrieren
- Vielfalt statt Verzicht
Essen unter Stress: Warum Prüfungsphasen unsere Ernährung verändern
Kurz vor der Klausur nur noch Kaffee, Schokolade und Lieferpizza? Damit bist du nicht allein. Stress beeinflusst unser Essverhalten und kann dazu führen, dass wir anders essen als üblich.
Manche Menschen verlieren unter Stress den Appetit, andere greifen häufiger zu Süßigkeiten oder Snacks. Das liegt unter anderem daran, dass Stresshormone wie Cortisol Einfluss auf Hunger und Essverhalten haben können.
Hinzu kommt oft Schlafmangel. Wer wenig schläft, hat meist mehr Hunger und trifft seltener bewusste Essensentscheidungen. Das kann dazu führen, dass eher zu schnellen, kalorienreichen Snacks gegriffen wird.
Die gute Nachricht: Schon kleine Veränderungen können helfen. Ein vorbereitetes Frühstück, gesunde Snacks oder eine Trinkflasche auf dem Schreibtisch machen es leichter, auch in stressigen Zeiten gut für sich zu sorgen.
Tipps für die Prüfungsphase:
- Mahlzeiten möglichst nicht ausfallen lassen
- Nüsse, Obst oder Gemüsesticks griffbereit haben
- Ausreichend schlafen
- Regelmäßig trinken
- Pausen bewusst einplanen
Trinken im Studium: Mehr als nur Kaffee
Ausreichend zu trinken ist wichtig für Konzentration, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Schon ein leichter Flüssigkeitsmangel kann dazu führen, dass man sich müde fühlt oder sich schlechter konzentrieren kann.
Der beste Durstlöscher ist Wasser. Auch ungesüßte Tees oder stark verdünnte Saftschorlen eignen sich gut für den Alltag.
Kaffee gehört für viele Studierende zum Studienalltag. Koffein kann kurzfristig dabei helfen, wacher und aufmerksamer zu sein. Allerdings ersetzt Kaffee weder ausreichend Schlaf noch regelmäßige Erholung. Wer sehr viel Koffein konsumiert, kann außerdem Nervosität, Herzklopfen oder Schlafprobleme erleben.
Auch Energy-Drinks sollten bewusst konsumiert werden, da sie neben Koffein häufig große Mengen Zucker enthalten.
Praktischer Tipp:
Stelle dir beim Lernen immer eine Trinkflasche auf den Schreibtisch. Was sichtbar ist, wird meistens auch häufiger genutzt.
Ernährungsmythen im Faktencheck
Zur Ernährung gibt es unzählige Tipps auf TikTok, Instagram oder YouTube. Doch nicht alles, was gut klingt, entspricht auch dem wissenschaftlichen Stand. Deshalb lohnt sich ein Blick auf einige häufige Mythen.
Mythos 1: Kohlenhydrate machen dick
Nein. Kohlenhydrate allein machen nicht dick. Entscheidend ist die gesamte Ernährung und die aufgenommene Energiemenge. Vollkornprodukte, Kartoffeln oder Hülsenfrüchte sind wichtige Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung.
Mythos 2: Detox-Kuren entgiften den Körper
Für spezielle Detox-Produkte gibt es keine überzeugenden wissenschaftlichen Nachweise. Unser Körper verfügt bereits über eigene Entgiftungssysteme, vor allem Leber und Nieren.
Mythos 3: Superfoods sind unverzichtbar
Viele Superfoods enthalten zwar wertvolle Nährstoffe, oft liefern heimische Lebensmittel ähnliche Vorteile. Haferflocken, Beeren, Kohl oder Hülsenfrüchte müssen sich nicht verstecken.
Mythos 4: Nahrungsergänzungsmittel braucht jeder
Für die meisten gesunden Menschen stimmt das nicht. Eine abwechslungsreiche Ernährung reicht in der Regel aus, um den Bedarf an wichtigen Nährstoffen zu decken.
Unser Tipp: Informiere dich bei Ernährungsthemen über seriöse Quellen und hinterfrage Trends kritisch. Wissenschaftliche Empfehlungen sind oft weniger spektakulär als Social-Media-Tipps, dafür aber deutlich verlässlicher.
Quellen: