Hochschule Düsseldorf

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University of Applied Sciences

Aktuelles

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HSD / Veranstaltung, Veranstaltungshinweis, Antidiskriminierung, diversity, Fortbildung, Weiterbildung
04.05.2026

Fach­tag zum Thema Macht­miss­brauch

​​Am 11. Juni 2026 laden wir alle Hochschulangehörige zu dem Fachtag "Hinsehen. Verstehen. Handeln. – Machtmissbrauch an Hochschulen begegnen" ein.​

Machtstrukturen prägen das Zusammenarbeiten an Hochschulen, ob im Studium, in der Lehre oder der Verwaltung. Um ein Ort zu sein, in dem sich Talente entfalten können, kreative Lösungen gefunden werden und Diversität als selbstverständlicher Bestandteil der Hochschulkultur wahrgenommen und wertgeschätzt wird, braucht es einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Strukturen.

Im Rahmen des Fachtages werden wir uns dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven nähern. Ein Vortrag der hochschulübergreifenden Rechtsberatungsstelle Machtmissbrauch NRW wird uns auf den Tag einstimmen.

Danach sind verschiedene Workshops geplant, die zum Austausch einladen und die statusgruppenspezifischen Herausforderungen im Zusammenhang mit Macht- und Machtmissbrauch in Blick nehmen. Neben Sensiblisierung und dem Erproben von Handlungsstrategien, soll es auch um gegenseitige Stärkung und Empowerment gehen.

Ein Podiumsgespräch am Ende der Veranstaltung rahmt den Tag ein und fasst die Ergebnisse der Workshops zusammen. 

















PROGRAMM UND ANMELDUNG

TEIL I: Begrüßung und Vortrag (hybrid) 09:00-11:00 Uhr

Für diesen Teil der Veranstaltung müssen Sie sich nicht anmelden. Eine digitale Teilnahme ist möglich. Wenden Sie sich hierfür bitte an antidiskriminierung@hs-duesseldorf.de​. Sie sind während der Übertragung nicht als Teilnehmer*in sichtbar.

Raum: 04.1.007 

09:00 Uhr Begrüßung und Überblick über die Veranstaltung

09:20 Uhr Digitales Grußwort der Hochschulpräsidentin, Prof. Dr. Edeltraud Vomberg​

09:30 Uhr Macht und Missbrauch an Hochschulen – Mechanismen, Meldewege und juristische Optionen - Vortrag von Jana Goebel (Rechtsberatungsstelle Machtmissbrauch an Hochschulen in NRW)​​

Mehr zum Vortrag

Machtverhältnisse sind an Hochschulen allgegenwärtig – zwischen Professor*innen und Mitarbeitenden, Lehrenden und Studierenden, innerhalb von Forschungsgruppen oder Verwaltungshierarchien. Wo Macht wirkt, kann auch Machtmissbrauch entstehen – mit teils gravierenden Folgen für Betroffene und das Vertrauen in akademische Strukturen.
Im Mittelpunkt des Vortrags steht die neu eingerichtete Rechtsberatungsstelle bei Machtmissbrauch an Hochschulen in NRW, deren Aufgaben, Zielgruppen und Beratungsangebot vorgestellt werden. Dabei werden die im Hochschulkontext relevanten rechtlichen Grundlagen dargestellt. Die Teilnehmenden erhalten einen Einblick darin, was unter Machtmissbrauch verstanden werden kann, wie er sich konkret äußert und welche (rechtlichen) Handlungsmöglichkeiten und -grenzen existieren.

TEIL II: Workshops 11:00-16:00 Uhr

​Für die Workshops ist jeweils eine Anmeldung erforderlich. Der Genehmigungslauf für Beschäftigte ist ausgesetzt. Eine hybride Teilnahme ist nicht möglich.

​​​​Machtsensibilität in der Lehre (vor Ort)
​​Anmeldung hier

Dieser Workshop schärft den Blick für die Hierarchien und Machtstrukturen, welche die Lehr-Lern-Kontexte an Hochschulen bestimmen. Er bietet Lehrenden eine Perspektive an, die zu verstehen hilft, was Machtstrukturen mit vielen wiederkehrenden Schwierigkeiten von Studierenden und Lehrenden zu tun haben.
Außerdem vermittelt der Workshop Elemente einer machtsensiblen Lehrhaltung und -praxis, die dabei hilft, diese Hierarchien abzubauen und ihre Auswirkungen abzumildern.

Referentin: Katharina Pietsch
Raum: 07.E.001 

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Machtlos?! - Machtmissbrauch aus studentischer Perspektive begegnen (online)
Anmeldung hier

Hierarchien prägen den Hochschulalltag, auch wenn sie oft nicht offen benannt werden. Sie beeinflussen, wie wir uns in Lehrveranstaltungen einbringen, wie sicher wir uns in Prüfungssitu​ationen fühlen oder ob wir unsere Anliegen gegenüber Lehrenden vertreten. Das kann verunsichern und sich auf das eigene Wohlbefinden auswirken. Der Workshop bietet Raum, diese Zusammenhänge gemeinsam zu reflektieren. Ausgangspunkt sind die Erfahrungen der Teilnehmenden: Welche Situationen werden als schwierig oder irritierend erlebt und wie lassen sie sich im Kontext struktureller Machtverhältnisse einordnen? Darauf aufbauend geht es darum, Handlungsspielräume zu erkennen und einen Umgang mit entsprechenden Situationen zu entwickeln. Thematisiert wird, wie eigene Anliegen eingebracht und mit herausfordernden Situationen umgegangen werden kann, ohne die eigenen Grenzen zu überschreiten. Gleichzeitig wird reflektiert, wo individuelle Möglichkeiten an strukturelle Grenzen stoßen. Der Workshop versteht sich als Raum für Austausch, Reflexion und gegenseitige Stärkung und zielt darauf ab, Ansätze zu entwickeln, die im Studienalltag konkret unterstützen.“
 
Referentinnen: Lea Hildermeier und Annalisa Biehl

Dieser Workshop findet online statt.

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Macht, Ohnmacht und Verantwortung von Führung (vor Ort)
​Anmeldung hier

Macht bezeichnet die Fähigkeit auf Menschen einzuwirken, so dass diese sich ihren
Ansichten oder Wünschen unterordnen und entsprechend verhalten. Wenn
Führungskräfte Mitarbeitende im Sinne der Ziele der Organisation leiten, üben sie
demnach Macht aus, oder? Führungskräfte sind dabei sowohl Subjekt als auch Objekt
von Machtausübung.
Wir möchten uns in diesem Workshop einmal mit der Frage befassen, wie sich das
genau mit der Macht verhält. Wie genau wird Macht eigentlich ausgeübt? Was
geschieht offen, was vielleicht subtil? Wann ist die Ausübung von Macht legitim, wann
nicht? Wie ist das für mich als Führungskraft, wenn ich machtvoll oder machtlos bin?
Welche Geltung dürfen eigene fachliche und ethische Vorstellungen der Führungskraft
und die der Mitarbeitenden haben? Wofür will ich als Führungskraft Verantwortung
übernehmen, wofür nicht?
In diesem Workshop wollen wir die Erfahrungen und den eigenen Umgang mit Macht
reflektieren. Wir werden anhand von konkreten Situationen Konflikträume sichtbar
machen, die Erwartungen und Überzeugungen der Personen in ihren systemischen
Rollen thematisieren und mögliche Lösungen für konkrete Situationen generieren.​

Referent: Ulrich Markowiak

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Machtmissbrauch in der Wissenschaft: Austauschformat für Promovierende und wissenschaftliche Mitarbeitende (vor Ort)
​Anmeldung hier​

Machtmissbrauch in der Wissenschaft kann sich auf vielfältige Weise zeigen und wirkt sich nicht nur auf einzelne Personen aus, sondern auch auf die Zusammenarbeit, das Vertrauen und die gesamte Arbeitskultur in Forschungsumgebungen. Für die Wissenschaft typische Rahmenbedingungen wie Abhängigkeitsverhältnisse, befristete Beschäftigung und Betreuungsstrukturen können das Risiko für Machtmissbrauch erhöhen.
Dieses Austauschformat lädt Promovierende und wissenschaftliche Mitarbeitende Geschlechter dazu ein, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen, eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen zu reflektieren und gemeinsam Wege zu erkunden, wie ein respektvoller und sicherer Umgang im Forschungsalltag gestärkt werden kann.
Zentrale Themen:
• Unterschiedliche Formen und Dynamiken von Machtmissbrauch verstehen
• Eigene Grenzen und Handlungsspielräume im wissenschaftlichen Kontext reflektieren
• Möglichkeiten kennenlernen, auf problematische Situationen zu reagieren
• Unterstützungsangebote und Ansprechpersonen kennenlernen
Format:
Halbtägiges, interaktives Präsenzformat mit Raum für Reflexion und Austausch.

Referentin: Julia Arning​

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Machtmissbrauch in Technik und Verwaltung - Verstehen und Handeln (vor Ort)
​Anmeldung hier​

War da etwas nicht in Ordnung? Schwierige Situationen im Arbeitsalltag kennen wir alle, aber ab wann sprechen wir eigentlich von Machtmissbrauch?
Im Workshop blicken wir darauf, wie machtmissbräuchliche Situationen für Beschäftigte in Technik und Verwaltung aussehen können und in welchem Verhältnis sie zu Diskriminierung und Mobbing stehen.
Was können wir tun, wenn wir Zeug*in von Machtmissbrauch werden? Ziel des Workshops ist es unsere Möglichkeiten und Grenzen im Themenfeld zu diskutieren sowie Strategien zu erarbeiten, um schwierigen Situationen mit mehr Sicherheit zu begegnen.

Referentin: Wiebke Herter​​

TEIL III: Gemeinsame Abschlussveranstaltung (hybrid) 16:00-17:00 Uhr

Für diesen Teil der Veranstaltung müssen Sie sich nicht anmelden. Eine digitale Teilnahme ist möglich. Wenden Sie sich hierfür bitte an antidiskriminierung@hs-duesseldorf.de. Sie sind während der Übertragung nicht als Teilnehmer*in sichtbar.​

Raum: 7.E.001

16:00 Uhr Podiumsgespräch zu den Workshopergebnissen

16:30 Uhr Abschlusszusammenfassung durch das Graphic Recording