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HSD / Erasmus+, International Office (IO), Internationales
28.04.2016

Austausch mit Polen

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​​​​​Polen als Studienstandort? Nur wenige Studierende der HSD haben bis jetzt eine der polnischen Partnerhochschulen für ihren Auslandsaufenthalt ausgewählt.  Die Austauschplätze in Großbritannien, den USA, in Australien und den skandinavischen Ländern sind heiß begehrt – polnische Hochschulen stehen in der Regel nicht ganz oben auf der Wunschliste unserer Studierenden.
Doch das sollte sich ändern – denn Polen ist nicht nur ein Land voller Kultur- und Naturschätze, sondern es bietet auch eine ausgezeichnete Ausbildung,  vor allem in Sachen „Kunst“.
Drei Partnerhochschulen hat der Fachbereich Design in Polen: die Kunstakademien in Kraków, Łódź und Gdańsk bieten neben der bildenden Kunst alle Aspekte von angewandter Kunst, Gestaltung und visueller Kommunikation an.
Dr. Monika Katz vom International Office und Florian Boddin, Internationalisierungsbeauftragter des Fachbereichs Design, haben diese drei Kunsthochschulen besucht. Die Städte könnten unterschiedlicher nicht sein: Kraków, die mittelalterliche Hauptstadt des polnisch-litauischen Großreichs, später Hauptstadt Galiziens, das zum habsburgischen Reich gehörte, mit seiner Königsburg und seinem markanten Marktplatz; Łódź, das durch die Textilindustrie im 19. Jahrhundert zu Reichtum kam, dessen Spuren sich in den Villen der damaligen Unternehmer und der Industriearchitektur  nachverfolgen lassen; und schließlich Gdańsk, freie Hafen- und Handelsstadt, im Krieg zerstört und  in präziser Restaurierungsarbeit zu altem Prunk gebracht. Tradition und Innovation – in allen drei Städten und Akademien lässt sich beides parallel verfolgen.
Alle drei Hochschulen haben ca. 1.000 Studierende und „so viel Platz“, wie Florian Boddin mehrfach bemerkte: „Jede Kunsthochschule ist so groß wie der gesamte Campus in Golzheim“. Entsprechend großzügig sind die Ateliers ausgestattet. Dabei macht es keinen Unterschied, ob sich die Akademie in einem historischen Gebäude oder in einem Neubau befindet. In allen Gebäuden gibt es großzügige Räumlichkeiten für Ausstellungen der Lehrenden, Studierenden und externer Künstler und Künstlerinnen. In Łódź verfügt man sogar über einen „Catwalk“.
Alte und neue Techniken werden an allen drei Akademien gelehrt. Von Radierung, und Lithografie, über Malerei , Zeichnen und das in Polen traditionell wichtige Posterdesign hin zu experimentellen Multimediaklassen wählen Studierende ihre Schwerpunkte. Und diese so genannten Studios, in denen die Studierenden weitgehend selbstständig unter enger Betreuung des Studioleiters und seiner Assistenten arbeiten, stehen auch allen Austauschstudierenden offen.
Zwei Studentinnen der HSD studieren an den Kunstakademien in Kraków und Gdańsk. Katharina Freitag ist begeistert von Kraków und vom Studium an der Akademie, die nach dem großen polnischen Historienmaler Jan Matejko benannt ist: „Am liebsten würde ich ein weiteres Semester an der Kunstakademie hier bleiben. Das ist im Moment leider nicht möglich. Aber ich bin sicher, dass ich wiederkomme.“ Sie habe, so erklärt sie uns, das Sehen neu gelernt und viele ihrer Routinen hinterfragt. Der Aufenthalt habe sie  künstlerisch weitergebracht.
Nicole Szklarek schätzt den Aufenthalt an der Kunstakademie in Gdańsk ebenfalls sehr. Dort besucht sie neben den künstlerischen und gestalterischen Studios  auch kunsthistorische Vorlesungen und entdeckt so für sich die polnische Kunst und vor allem die polnische Malerei. Alle Hochschulen bieten für Austauschstudierende auch Polnischsprachkurse an, für viele eine Herausforderung.  Aber da überall auch auf Englisch unterrichtet und kommuniziert wird, gibt es keine Verständigungsprobleme. Die Austauschstudierenden sind hervorragend integriert, ihre Arbeiten werden dort auch ausgestellt.
Katharina und Nicole sind sich einig: das Semester in Polen hat sie weitergebracht.
 
Wer sich über die drei Kunstakademien informieren will, findet hier Informationen über das Angebot an Studiengängen und Studios:

 
Wer sich für ein Austauschsemester in Polen interessiert, kann sich für einen Zuschuss aus dem ERASMUS+-Programm im International Office bewerben. Für das akademische Jahr 2017/2018 wird Florian Boddin, Internationalisierungsbeauftragter des Fachbereichs Design, Bewerbungen bis zum 15. Januar 2017 entgegen nehmen.


Interessierte, die sich noch für das Sommersemester 2017 bewerben wollen, sollten sich mit Herrn Boddin in Verbindung setzen.

Florian Boddin
Campus Golzheim
Fachbereich Design
T 0211 4351 3248
florian.boddin@hs-duesseldorf.de


Außerdem können Studierende, die einen Platz im ERASMUS+-Programm erhalten haben, auch einen Zuschuss für einen Polnisch-Sprachkurs über das International Office bekommen. Informationen erteilt Jörg Bukowski persönlich während der Sprechzeiten, telefonisch und per Email:

Jörg Bukowski
International Office
Campus Derendorf
Gebäude 2
T 0211 4351 8124
Offene Sprechzeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag 9:00-12:00 Uhr

Mittwoch 13:30-17:00 Uhr

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Marktplatz mit der Marienkirche und den Tuchhallen in Krakau
Foto: Monika Katz
Marienkirche mit Tuchhallen in Krakau

Akademie der Künste "Jan Matejko" in Krakau
Foto: Monika Katz
Akademie der Künste "Jan Matejko" in Krakau
Akademie der Künste "Wladyslaw Strzeminski" in Lodz
Foto: Monika Katz
Akademie der Künste "Wladyslaw Strzeminski" in Lodz

Studio für Grundlagen des Grafikdesigns an der Akademie der Künste in Lodz
Foto: Magdalena Maciaszczyk
Studio für Grafikdesign an der Akademie der Künste in Lodz von links nach rechts: Florian Boddin, Jolanta Grudzinska, Leiterin des Studios, Monika Katz, Beata Bloch, Leiterin des International Office der Akademie
Studio für Intaglio in Lodz
Foto: Magdalena Maciaszczyk
Studio für Intaglio an der Akademie in Lodz: Alicja Habisiak Matczak zeigt Florian Boddin einen Intaglio-Druck

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Akademie der schönen Künste in Danzig
Foto: Monika Katz
Akademie der schönen Künste in Danzig
Marienkirche in der Piwna-Straße
Foto: Monika Katz
Marienkirche in der Piwna-Straße