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HSD / Erinnerungsort Alter Schlachthof, FORENA
11.04.2018

Geschichtsorte in Derendorf 1933-1945

Alle Orte der heutigen Stadt Düsseldorf spiegeln Geschichte. Manchmal sind es sichtbare Spuren, manchmal sind es Sichtbarmachungen von nicht mehr Sichtbarem durch Straßenbenennungen, Gedenktafeln oder Mahnmale. Doch mit dem Booklet „Geschichtsorte in Derendorf, 1933-1945“ gibt es jetzt einen informativen und gleichsam aktiven „Stadtrundgang mit Orientierungsplan“, herausgegeben von der Bezirksvertretung 1, den die beteiligten Akteurinnen und Akteure am 11. April innerhalb eines Pressegesprächs in der Hochschulbibliothek offiziell vorstellten.

Konkret werden in der Broschüre, einem gemeinsamen Projekt der Bezirksvertretung 1, des Erinnerungsortes Alter Schlachthof und der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf zehn geschichtsträchtige Orte im Stadtteil Derendorf vorgestellt:
Der Stadtteil Derendorf nahm im Kontext der Deportationen jüdischer Bürgerinnen und Bürger eine besondere Rolle ein. Diese gewaltsamen Verschleppungen von Menschen waren ein zentrales Instrument nationalsozialistischer Verfolgungspolitik. Der Düsseldorfer Schlachthof und der Güterbahnhof Düsseldorf waren bis 1944 Ausgangsort von Deportationen aus dem gesamten Regierungsbezirk Düsseldorf. Fast 6.000 als Juden verfolgte Menschen mussten ihre Heimatstädte verlassen und wurden mit Zügen in Ghettos und Vernichtungslager deportiert. Nur wenige überlebten die Shoah.

Aber auch andere Orte in den Stadtteilen Derendorf und Pempelfort sind mit der Geschichte der NS-Herrschaft und NS-Verbrechen eng verquickt: die Rüstungsschmiede Rheinmetall, die ein eigenes KZ-Außenlager mit Hunderten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern unterhielt; die Gestapoleitstelle in der Prinz-Georg-Straße, Zentrale des NS-Terrors im Regierungsbezirk; oder das Gefängnis, die Ulmer Höh‘, in der Tausende von NS-Verfolgten in den Jahren 1933-1945 inhaftiert wurden. All diese Orte werden hier vorgestellt und zu einem Rundgang verknüpft, wobei zugleich Geschichten von Menschen erzählt werden, die in diesen Stadtteilen lebten.

Dieser Stadtrundgang ist eine historische Spurensuche zwischen Heinrich-Ehrhardt-Straße und Am Wehrhahn sowie zwischen Ulmenstraße und Eisenbahn. Er wurde erarbeitet von Mitarbeiter/innen des Erinnerungsortes Alter Schlachthof (Dr. Joachim Schröder) und der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf (Dr. Bastian Fleermann, Dr. Peter Henkel, Hildegard Jakobs M.A.), die Gestaltung übernahm Thomas Ulrich.

Vorstellbar wäre, so wurde in dem Gespräch deutlich, etwa zweimal im Jahr einen geführten Stadtrundgang für interessierte Bürgerinnen und Bürger anzubieten. Die Broschüre ist kostenfrei und am Erinnerungsort Alter Schlachthof am Campus Derendorf, an der Mahn- und Gedenkstätte sowie in der Bezirksvertretung 1 erhältlich.​

Das gemeinsame, ebenso informative wie lebendige Kultur- und Erinnerungsprojekt stellten heute die beteiligten Akteurinnen und Akteure der Bezirksvertretung 1, des Erinnerungsortes Alter Schlachthof und der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf vor. Foto: Simone Fischer
Das gemeinsame, ebenso informative wie lebendige Kultur- und Erinnerungsprojekt stellten heute die beteiligten Akteurinnen und Akteure der Bezirksvertretung 1, des Erinnerungsortes Alter Schlachthof und der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf vor. Foto: Simone Fischer