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HSD / Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Campus Derendorf, ZIES
12.10.2018

Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Campus Derendorf

Im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundes können sich Unternehmen, Kommunen aber auch Bildungseinrichtungen um Förderprojekte bewerben.
Gemeinsam mit dem ZIES und In-Lust wurden auf Initiative der Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung Loretta Salvagno zwei Projekte zur Förderung beantragt:

  1. Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes
  2. Bau von zwei Fahrradabstellanlagen.

Ende September erreichte uns die erfreuliche Nachricht, dass wir mit beiden Projektanträgen erfolgreich waren.
Zu den Fahradabstellanlagen wurde bereits berichtet.

Das Projekt Klimaschutzkonzept soll der Hochschule Düsseldorf als belastbare Planungsgrundlage für die kurz-, mittel- und langfristige Umsetzung von aus Sicht des Klimaschutzes sinnvollen Maßnahmen dienen. Das Konzept wird dabei alle klimarelevanten Handlungsbereiche der Hochschule Düsseldorf umfassen. Dazu werden das Flächenmanagement, die eigenen Liegenschaften, das Beschaffungswesen, IT bzw. Rechenzentren, Erneuerbare Energien, Ernährung, Mobilität, Abwasser und Abfall berücksichtigt.

Der Dank der Hochschulleitung gilt Philipp Riegebauer/ZIES, der die Projektrecherchen durchgeführt und den Antrag formuliert hat, sowie Prof. Dr. Adam und Martina Dreher/ZIES, unter deren Federführung die Umsetzung des Projektes in Zusammenarbeit mit der Vizepräsidentin, Loretta Salvagno, der Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz und mit unserem Dezernenten Gebäudemanagement, Andreas Moritz erfolgen wird.

 

Projektbeschreibung

Die Umsetzung ist in folgenden Schritten geplant:

Schritt 1: Energie- und Treibhausgasbilanz
Für ein Klimaschutzkonzept ist es zunächst notwendig, den Ist-Zustand der Treibhausgasemissionen zu erfassen. Welche Energie- & Medienverbräuche sind vorhanden? Welche Verbrauchszähler sind installiert? Wie sehen Zeitverläufe des Energieverbrauchs aus? Welche Kosten fallen momentan an? Dazu ist eine Verbrauchserhebung in allen HSD-Gebäuden, auch in den Anmietungen, und in allen klimarelevanten Handlungsbereichen geplant. Ziel ist es, Energie- und Treibhausgasbilanzen zu erstellen und nach Verursachern und Energieträgern zu gliedern. Energieflussdiagramme sorgen für ein besseres Verständnis der energetischen Gesamtzusammenhänge .

Schritt 2: Potenzialanalyse
In einem zweiten Schritt werden Top Down die kurz- und mittelfristig umsetzbaren Einsparpotenziale (technisch und wirtschaftlich) sowie die Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz in allen Bereichen der Hochschule Düsseldorf ermittelt. Basis hierfür sind Vergleiche mit Benchmark-Kennzahlen ähnlich genutzter Gebäude und Institutionen und besondere Auffälligkeiten aus der Ist-Analyse. Gemäß den Empfehlungen des Merkblattes zur Erstellung von Klimaschutzkonzepten werden als Ergebnis

  • ein Referenzszenario als Trendentwicklung ohne Klimaschutzanstrengungen
  • und ein Klimaschutzszenario bei Umsetzung einer konsequenten Klimaschutzpolitik

erstellt.

Schritt 3: Akteursbeteiligung
In einem partizipativ gestalteten Prozess soll von Beginn an mit sämtlichen relevanten Akteuren gemeinsam ein Leitbild entwickelt und die später umzusetzenden Maßnahmen ausgewählt werden. Es finden regelmäßige Präsentationen und Diskussionen zu Zwischenergebnissen des Projektes statt. Wichtige Akteure in diesem Zusammenhang sind: Hochschulpräsidium, Gebäudemanagement, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Studierende und Mitarbeiter/innen, Zentrum für Innovative Energiesysteme, externer Dienstleister.
Das Zentrum für Innovative Energiesysteme (ZIES) der Hochschule Düsseldorf übernimmt das Projektmanagement vor Ort sowie die Kommunikation zwischen den relevanten Akteuren. Das ZIES besitzt Expertise in den Bereichen Energieeinsparung und erneuerbare Energien, kennt die Hochschul-Gegebenheiten und hat mit seinen Mitarbeiter/innen in der Vergangenheit schon zahlreiche klimarelevante Aktionen an der Hochschule Düsseldorf initiiert und begleitet.

Schritt 4: Maßnahmenkatalog
Der Maßnahmenkatalog baut auf der Energie- und Treibhausgasbilanz in Schritt 1 auf. In einem Bottom-Up-Prozess werden einzelne Maßnahmen zur Treibhausgasminderung identifiziert, beschrieben und bewertet. Kriterien sind dabei beispielsweise die erwartete Energie-, Kosten- und Treibhausgasminderung, die notwendige Investitionshöhe (investiv / nicht investiv) und ein realistischer Zeithorizont für die Umsetzung (kurz-, mittel-, langfristig). Abschließend erfolgt eine Priorisierung und Szenarienbildung über der Zeitachse. Der Maßnahmenkatalog bildet die Grundlage für die spätere Umsetzung der Maßnahmen durch eine/n Klimaschutzmanager/in.

Schritt 5: Verstetigungsstrategie
Um Klimaschutzaktivitäten dauerhaft in die Hochschulorganisation zu integrieren, werden im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes eine Bestandsaufnahme mit Tätigkeitsfeldern und -expertise relevanter Personen an der Hochschule Düsseldorf durchgeführt, sowie Vorschläge zur Vernetzung und nachhaltigen Zusammenarbeit ausgearbeitet.
Nach derzeitigen Überlegungen wird nach der Konzepterstellung ein Zuwendungsantrag zur Umsetzung des Klimaschutzkonzepts gestellt. Die/Der dann eigens hierfür abgestellte/n Klimaschutzmanager/in initiiert und überwacht beispielsweise die Umsetzung von Einzelmaßnahmen aus dem Konzept, bringt Maßnahmen im Rahmen der Budgetplanung ein und unterstützt die weitere Beantragung von Förderzuschüssen. Auch würden Aktionen zum Nutzerverhalten von Mitarbeiter/innen und Studierenden auf der Agenda stehen, mit dem Ziel einen sorgsamen und sparsamen Umgang mit Energie und anderen klimarelevanten Ressourcen zu erreichen.

Schritt 6: Controlling-Konzept
Ein zu erarbeitendes detailliertes Controlling-Konzept zur kontinuierlichen Datenerfassung und Auswertung soll die Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen in Hinblick auf die Erreichung der Klimaschutzziele sicher stellen. Hierunter fallen organisatorische wie technische Maßnahmen, beispielsweise Erkenntnisse zu noch fehlenden Verbrauchszählern und Verabredungen zur zukünftigen Fortschreibung der Energie- und Treibhausgasbilanz.

Schritt 7: Kommunikationsstrategie
Durch die Ausarbeitung einer auf die HSD zugeschnittenen Kommunikationsstrategie sollen alle Hochschulangehörigen über den Prozess und seine Ergebnisse informiert und für den Klimaschutz sensibilisiert werden. Zur erfolgreichen Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes und die Erreichung der Klimaschutzziele ist ein breiter Konsens und die Motivation aller Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HSD besonders wichtig.

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