Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

​​Aufgrund der​​ Lesbarkeit, Verständlichkeit und Eindeutigkeit von geschriebenen wie gesprochenen Texten und hinsichtlich der Etablierung eines geschlechtergerechten Sprachgebrauchs (Veränderung kultureller Praxis durch Änderung der Kommunikations- und Sehgewohnheiten), möchten wir darauf hinweisen und darum bitten, die u. s. Optionen möglichst konsequent und konsistent anzuwenden und nicht innerhalb eines Textes mehrere Schreibweisen anzuwenden soweit nicht unbedingt notwendig.


1. Verwenden Sie den Gender_Gap ​zur Sichtbarmachung aller Geschlechter! (HSD-bevorzugt, vor allem für allgemeine, schri​ftliche, interne, hochschulöffentliche und öffentliche Texte.)

Der ›Gap‹ steht hier für den Freiraum, in dem sich Identitäten auch jenseits der normativen Kategorisierungspraxis wiederfinden und entwickeln können.

Beispiele:

  • Student_innen
  • Mitarbeiter_innen
  • Rektor_innen
  • Präsident_innen



​​2. Wählen Sie alternativ die Paarform​ zur Sichtbarmachung von Frauen und Männern!

​​Nennen Sie hierbei die weibliche Form zuerst (vor allem für gesprochene Texte, Reden und Ansprachen – auch Vorlesungen).

Im Sinne des $4 LGG ist die Paarform die Mindestanforderung an alle Texte.

Beispiele:

Vollständige Nennung:

  • Sehr geehrte Studentinnen​, sehr geehrte Studenten’

  • Liebe Besucherinnen, liebe Besucher’

  • Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • Die meisten Professorinnen und Professoren


Splitting /:

  • Die Professorin/der Professor ist für die inhaltliche Ausrichtung des Seminars verantwortlich.

  • Die Studentin/der Student muss in der Regel gute Zeitmanagementskills entwickeln.


Binnen-I:

  • Der/die ProfessorIn leistet einen erheblichen Beitrag zur Reputation des Fachbereichs.

  • ProfessorInnen haben einen gesellschaftlichen Auftrag, der weit über die Lehre hinausgeht.

  • Worauf sollten ProfessorInnen als HerausgeberInnen studentischer Werke ​achten?



3. Gewährleisten Sie Symmetrie, achten Sie auf Ausgewogenheit der Perspektive!

Bei Personenverzeichnissen, Nennungen oder Aufzählungen sollten alle Personen mit vollem Namen, Titel und ggf. Funktion aufgeführt werden.

Beispiele:

  • Jeweils ein Impulsreferat hielten die Professorin Erika Musterfrau und der Professor Herbert Mustermann.

  • Als Ehrengäste waren die Professorin Erika Musterfrau nebst ihres Gatten Fritz Hausmann geladen.

  • Die Studentin Mandy S. und der Student Hans W. nahmen die Preise mit Freude entgegen.

Dies gilt ebenso für Formulare, Fragebögen oder Ähnliches.

Beispiele:

  • Beruf der Mutter und/oder des Vaters...

  • Name der Ehepartnerin oder des Ehepartners…

  • Name der Mutter und/oder des Vaters…

  • Kann die Dozentin/der Dozent Komplexes verständlich machen?

  • Wie beurteilen Sie ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen?

  • Gibt es störende Verhaltensweisen der Dozentin/des Dozenten?



​4. Adressieren Sie persönlich, wo immer möglich!

​​


5. Gebrauchen Sie auch geschlechtsneutrale Bezeichnungen!

…jedoch nur dann, wenn die Adressat_in nicht bekannt ist.

Beispiele:

  • Studentin/StudentStudierende

  • Arbeitnehmerin/ArbeitnehmerArbeitnehmende

  • Präsidentin/PräsidentPräsidium

  • Lehrerin/LehrerLehrkraft, Lehrende

  • Leiterin/LeiterLeitung



6. Achten Sie auf Konsequenz!

Bei zusammengesetzten Wörtern:

  • HochschullehrerbundHochschullehrerInnenbund

  • MitarbeitergesprächMitarbeiterinnen- und Mitarbeitergespräch, Qualifikationsgespräch, Beurteilungsgespräch

  • BürgersteigGehweg

Bei Berufsbezeichnungen:

  • Chirurgin/Chirurg

  • Professorin/Professor

  • Präsidentin/Präsident

  • Beauftragte/Beauftragter



7. Gebrauchen Sie Indefinitivpronomen (gender) sensibel!

Indefinitivpronomen gelten als ›geschlechtsneutral‹ und werden umgangssprachlich so verwendet – sie sind es aber oft nicht (insbesondere nicht bei nachgestellten männlichen Pronomen)!

  • einer, keiner, welcher

  • man

  • jemand, niemand

  • jeder, jedermann

  • alle

  • einige, mehrere

  • mancher

  • beide

  • irgendeiner

  • irgendwelcher



8. Machen Sie regelmäßig ​einen ›Gender-Klischee- Check‹!

Überprüfen Sie verwendete Beispiele und Bildmaterialien auf…

  • Klischees und veraltete Rollenbilder,

  • sexistische Konnotationen und Perspektiven,

  • diskriminierende Inhalte,

  • stereotypisierende Zuschreibungen!

Überprüfen Sie, ob sich Anforderungsprofile, Beschreibungen, Ausschreibungen, Ordnungen, o.ä. an den gesellschaftlichen Realitäten aller Geschlechter orientieren und diese sowohl gleichermaßen repräsentieren als auch ansprechen!

Überprüfen Sie, auf wen Sie sich beziehen, wen Sie zitieren und wen Sie erwähnen – wen Sie also sichtbar machen – und achten Sie auf Ausgewogenheit.